Fachtag des Netzwerks PortA³ in Hagen: Gemeinsam Wege in Ausbildung und Arbeit für Geflüchtete stärken
Hagen. Am 23. Juni 2026 fand in der Geschäftsstelle der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen der diesjährige Fachtag des Projekts PortA³ „Aufnahme – Ausbildung – Arbeit für Geflüchtete“ statt. Rund 60 Fachkräfte aus Bildung, Beratung, Verwaltung, Wirtschaft und Sozialarbeit kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten auszutauschen.
Das Projekt PortA³ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds gefördert. Seit vielen Jahren arbeiten die Wohlfahrtsverbände AWO, Caritas und Diakonie in Hagen in diesem Handlungsfeld eng zusammen.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Fachtages stand die Frage, wie Beratungs- und Vermittlungswege für geflüchtete Menschen weiter verbessert und vorhandene Unterstützungsangebote noch stärker miteinander verzahnt werden können. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteur:innen auf operativer Ebene zu stärken, Synergien sichtbar zu machen und gemeinsame Lösungsansätze für die Praxis zu entwickeln. Nach der Begrüßung durch Heike Spielmann, Leiterin des Fachdienstes Integration und Migration der Diakonie Mark-Ruhr, und einer Einführung durch Rossitza Dikova-Osthus, regionale Koordinatorin des Projekts PortA³ in Hagen, bot das Programm vielfältige Einblicke in aktuelle Themen der Arbeitsmarktintegration.
Die Vertreterinnen des Jobcenters Hagen, Tanja Eickelmann, und der Agentur für Arbeit Hagen, Frauke Ciupka, informierten über Maßnahmen zur Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie spezielle Unterstützungsangebote für Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung. Anschließend erläuterte Anna Feder von der Volkshochschule Hagen die aktuellen Entwicklungen beim Zugang zu Deutschkursen und deren Auswirkungen auf die Zielgruppe.
Praxisnahe Perspektiven standen im zweiten Teil des Fachtages im Fokus. Sabrina Diehl und Lisa Isabell Preiß von der Pflegeschule maxQ berichteten über die Chancen und Herausforderungen sowie die Bedeutung von Ausbildungsmöglichkeiten im Pflegebereich für Geflüchtete. Stephanie Leosz von der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Werkhof gGmbH präsentierte die Arbeit der Jugendwerkstatt, die jungen Geflüchteten und neu zugewanderten Jugendlichen den Einstieg in Ausbildung und Beruf erleichtert. Ergänzt wurde das Programm durch einen Beitrag von Anna Koppelmann von der Kreishandwerkerschaft Ruhr zu den Programmen „Passgenau" und „Willkommenslotsen", das an Ausbildung interessierte junge Migrant: innen und Betriebe zusammenbringt und sie nachhaltig unterstützt.
Neben den Fachvorträgen nutzten die Teilnehmenden insbesondere die Austauschphasen und Gespräche am Rande der Veranstaltung, um Kontakte zu vertiefen, Beratungswege abzustimmen und neue Kooperationsansätze zu entwickeln. Der Fachtag verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen für eine erfolgreiche Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ist. „Der Fachtag bot interessante Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Angebote und die Gelegenheit zur Vernetzung, damit durch vernetztes Agieren das Einmünden in den Arbeitsmarkt nachhaltig gelingt.“, betonte Heike Spielmann, Leiterin des Fachdienstes Integration und Migration der Diakonie Mark-Ruhr. „Mit dem Fachtag haben wir unsere Ziele erreicht: Einerseits ist es uns gelungen, Synergien für die Arbeit vor Ort zu generieren, andererseits konnten wir nachhaltige Strukturen pflegen, um eine ganzheitliche Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu ermöglichen“, so Rossitza Dikova-Osthus, regionale Koordinatorin des Projekts PortA³ in Hagen.
Mit zahlreichen neuen Impulsen, konkreten Verabredungen und einem gestärkten Netzwerk endete die Veranstaltung am frühen Nachmittag. Die Beteiligten waren sich einig, dass der regelmäßige fachliche Austausch ein wichtiger struktureller Baustein bestehend bleibt, um die Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit nachhaltig zu fördern und den Fachkräftebedarf in der Region aktiv zu unterstützen.
Bildzeile: Fachkräfte aus Bildung, Arbeitsmarktinstitutionen, Wirtschaft und Sozialarbeit kamen beim PortA³-Fachtag in der Diakonie Mark-Ruhr zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und erfolgreiche Wege der Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu diskutieren.




