Diakonie Mark-Ruhr
Diakonie

Schwimmen lernen schafft Sicherheit und Selbstvertrauen


Hagen. Die mobil aufsuchende Jugendarbeit der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen, Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr, ist ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene in Hagen, welches diese direkt in ihren alltäglichen Sozialräume im gesamten Stadtgebiet aufsucht, Beziehungen auf Augenhöhe gestaltet und flexibel auf die Bedürfnisse, Interessen und Herausforderungen der Jugendlichen eingeht. Das Angebot ist flexibel und niedrigschwellig. Es beruht auf den unmittelbaren, vertrauensvollen Kontakt und bietet Unterstützung in allen Lebenslagen wie zum Beispiel Alltagsprobleme, Lebensplanung oder behördliche Angelegenheiten.

Tim Hinrichsen und Lisa Nagel von der mobil aufsuchenden Jugendarbeit (MOJA) stellten im Austausch mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Sommerferien 2025 fest, dass viele junge Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren nicht schwimmen können. Gemeinsam wurde der Wunsch nach einem Schwimmkurs entwickelt und zusammen eine passende Schwimmlehrerin gesucht und Fördermittel akquiriert. Dank der Förderung durch die AGOT (Arbeitsgemeinschaft Offene Türen Nordrhein-Westfalen e. V.) konnte der Kurs im April 2026 erfolgreich starten. Im Westfalenbad Hagen haben nun zehn junge Frauen die Möglichkeit, ihr Seepferdchen-Abzeichen zu erwerben. Aufgrund der enormen Nachfrage startet nach den Sommerferien bereits ein zweiter Kurs.

Ein besonderer Dank gilt Schwimmlehrerin Manu, die den Teilnehmerinnen mit viel Geduld, Begeisterung und Einfühlungsvermögen das Schwimmen beibringt. Viele der jungen Frauen haben aufgrund von Flucht, Krieg und ihrer Lebensgeschichte belastende Erfahrungen mit Wasser gemacht. Deshalb begann der Kurs zunächst mit einer behutsamen Wassergewöhnung, bevor das eigentliche Schwimmenlernen im Mittelpunkt stand. Das Team resümiert bewegt: „Zu sehen, wie aus Angst Mut und aus Unsicherheit Selbstvertrauen wird, ist etwas ganz Besonderes. Schwimmen zu lernen bedeutet für diese jungen Frauen weit mehr als nur eine neue Fähigkeit – es bedeutet Sicherheit, Freiheit und ein Stück mehr Teilhabe. Genau dafür setzen wir uns jeden Tag ein.“


Bildzeile: Gemeinsam für mehr Sicherheit im Wasser: Die Teilnehmerinnen des Schwimmkurses mit Lisa Nagel und Tim Hinrichsen (hinten links) von der Mobil Aufsuchenden Jugendarbeit der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen sowie Schwimmlehrerin Manu (rechts).