Diakonie Mark-Ruhr
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59 evangelische Kitas starten unter dem Dach der Diakonie Mark-Ruhr zum 1. August


Hagen. Die Vorbereitungen für den Betriebsstart der Diakonie Mark-Ruhr Kindertageseinrichtungen gemeinnützige GmbH zum 1. August 2026 laufen auf Hochtouren. Bei einem gemeinsamen Treffen im Gemeindezentrum Hagen-Boele kamen jetzt die Leitungen der 59 evangelischen Kindertageseinrichtungen zusammen. Sie tauschten sich über den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die neue Trägergesellschaft aus. Gleichzeitig wurden wichtige Themen für den Start in das neue Kindergartenjahr besprochen.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Mitarbeitervertretung (MAV), der Geschäftsführung sowie Fach- und Stabsbereichen der Diakonie Mark-Ruhr stand dabei die praktische Vorbereitung auf den Start der neuen Gesellschaft im Mittelpunkt. „Wir gehen einen großen Schritt und fassen 59 evangelische Kitas unter einem Dach zusammen – in einer zukunftsfähigen Trägerstruktur. Wir sind unserem Ziel, ein gutes Fundament für eine gute pädagogische und verlässliche Betreuung zu legen, einen weiteren großen Schritt näher gekommen. Ich habe sehr motivierte und fachlich gut aufgestellte Kita-Leitungen erlebt, die sich als neue Gemeinschaft auf den Weg gemacht haben, neue Räume zu gestalten, in denen Kinder, Eltern und Mitarbeitende gemeinsam wachsen“, bilanziert Geschäftsführer Fabian Tigges.

Rückblick auf intensive Vorbereitungsmonate

Seit Jahresbeginn haben zahlreiche Arbeitsgruppen und Fachbereiche die Voraussetzungen für den Start der neuen Gesellschaft geschaffen. Auf dem Treffen wurde über die Ergebnisse und Fortschritte der vergangenen Monate berichtet – von organisatorischen Betriebsregelungen über digitale Prozesse bis hin zu Personalthemen und gemeinsamen Qualitätsstandards.

Ein Schwerpunkt lag auf der Vorstellung der zukünftigen regionalen Leitungsstrukturen, die als zentrale Ansprechpartnerinnen die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen und der neuen Trägergesellschaft stärken. Drei Regionalleitungen werden künftig die Einrichtungen vor Ort begleiten und unterstützen:

  • Janina Ruiz für die Region Märkischer Kreis
  • Susanne Mathiak-Alfringhaus für die Region Ennepe-Ruhr
  • Heike Hundt für die Region Hagen


Fachbereiche stellen Unterstützungsangebote vor

Wie die Kindertagesstätten künftig von den zentralen Dienstleistungen der Diakonie Mark-Ruhr profitieren können, wurde ebenfalls vorgestellt. Prokuristin und Fachbereichsleitung Cordula Lohkamp präsentierte gemeinsam mit verantwortlichen Kolleg:innen die Arbeit der Zentralen Dienste in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Personal sowie dem Gebäude- und Immobilienmanagement.

Darüber hinaus gaben die Stabsabteilungen Kommunikation und Talentmanagement, vertreten durch Theresa Touloupis, sowie Organisations- und Prozessmanagement, vertreten durch Yvonne Brambier, erste Einblicke in ihre Arbeit. Ziel ist es, die Einrichtungen mit fachlicher Expertise zu entlasten und die pädagogische Arbeit vor Ort bestmöglich zu unterstützen.

Kinderschutz als zentrales Zukunftsthema

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Vorstellung der Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Kinderschutz der Ev. Jugendhilfe. Dabei wurde deutlich: Der Schutz von Kindern ist ein zentrales Handlungsfeld der neuen Gesellschaft. Durch verbindliche Strukturen, fachliche Begleitung und kontinuierliche Weiterentwicklung soll das Thema auch künftig einen hohen Stellenwert in allen Einrichtungen haben.

Evangelisches Profil gemeinsam gestalten

Aktiv begleitet und inhaltlich geprägt wurde der Tag von Pfarrer Matthias Börner, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr. Er stellte die vielfältigen Arbeitsfelder des diakonischen Unternehmens vor und zeigte Möglichkeiten für eine enge, gesellschaftsübergreifende Zusammenarbeit auf. Dazu gehören unter anderem Bildungsangebote der AG Bildung sowie das Format „Diakonie Pur“, ein Begrüßungstag für neue Mitarbeitende und Führungskräfte, der die diakonischen Werte und das Selbstverständnis der Diakonie Mark-Ruhr erlebbar macht und die gemeinsame Unternehmenskultur stärkt. Darüber hinaus wurde das gemeinsam entwickelte Leitbild der neuen Kindertageseinrichtungen gGmbH vorgestellt. Es bringt das evangelische Selbstverständnis der Einrichtungen auf den Punkt: „So wie du bist, hat Gott dich ausgedacht. Er hat dich wirklich wunderbar gemacht.“ Das Leitbild soll künftig Orientierung für die pädagogische Arbeit geben und die gemeinsame Identität der 59 Einrichtungen stärken.

„Mit unseren Kindertageseinrichtungen wächst nicht nur eine neue Gesellschaft zusammen. Es entsteht ein starkes Netzwerk, das christliche Werte, fachliche Qualität und gelebte Gemeinschaft miteinander verbindet. Ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit und darauf, die diakonische Identität in den Kitas gemeinsam sichtbar und erlebbar zu machen“, sagte Matthias Börner.

Gemeinsam in die Zukunft

Zum 1. August 2026 übernimmt die Diakonie Mark-Ruhr Kindertageseinrichtungen gGmbH die Trägerschaft für insgesamt 59 evangelische Kindertageseinrichtungen in den Kirchenkreisen Iserlohn, Hagen, Hattingen-Witten und Schwelm. Rund 3.500 Kinder werden dann in den Einrichtungen betreut, begleitet von etwa 800 Mitarbeitenden.

Mit dem gemeinsamen Treffen der Kita-Leitungen wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Betriebsstart erreicht. Die Beteiligten waren sich einig: Die neue Gesellschaft schafft verlässliche Rahmenbedingungen für hochwertige frühkindliche Bildung und stärkt die evangelischen Kindertageseinrichtungen langfristig für die Zukunft.

 

Bildzeile: Ein starkes Netzwerk für die Zukunft: Die Leitungen der 59 evangelischen Kitas und das Leitungsteam der Diakonie Mark-Ruhr Kindertageseinrichtungen bereiten sich gemeinsam auf den Start zum 1. August vor.