Spendenaktion erinnert an „stillen Alltagshelden“: Vereinskollegen und Freunde sammeln 660 Euro im Andenken an Horst Finck
Hagen. Eine besondere Spendenaktion zugunsten von Luthers Waschsalon der Diakonie Mark-Ruhr und des Hospiz Hagen erinnert an einen Menschen, der über Jahre still, verlässlich und mit großem Herzen für andere da war: Horst Finck. Der ehrenamtliche Helfer von Luthers Waschsalon ist nach schwerer Krankheit verstorben und verbrachte seine letzten Lebenstage im Hospiz Hagen in der Rheinstraße. Freunde und Vereinskollegen aus der Squash-Abteilung des TSV Hagen 1860 Hagen e.V. wollten sein Engagement und die Spuren, die er als Mensch hinterlassen hat, bewahren – und initiierten eine Spendenaktion zu seinem Andenken.
Insgesamt kamen dabei stolze 660 Euro zusammen. Gesammelt wurde unter Mitgliedern und Freunden des Vereins. Ein Teil der Summe – 210 Euro – stammt zudem aus einer privaten Tippgemeinschaft zu Fußball-Europa- und Weltmeisterschaften, an der Horst Finck selbst beteiligt war. Die Spendensumme wurde jetzt jeweils zur Hälfte an Luthers Waschsalon der Diakonie Mark-Ruhr sowie an das Hospiz Hagen in der Rheinstraße übergeben.
Die Spende für Luthers Waschsalon nahm Einrichtungsleiterin Ilona Ladwig-Henning von Thorsten Guddas und Reinhold Rupprath, 1. Vorsitzender der Squash-Abteilung des TSV Hagen 1860 Hagen e.V., entgegen. Die Übergabe fand in den Räumen von Luthers Waschsalon statt – direkt vor einem von zwei Bildern, die Horst Finck für die Einrichtung gemalt hat.
Thorsten Guddas kannte Horst Finck seit Beginn der 1980er-Jahre über den Sport. Aus der gemeinsamen Leidenschaft entwickelte sich über die Jahrzehnte eine enge Freundschaft. „Horst war ein toller Mensch und ein stiller Alltagsheld“, sagt Guddas. „Er war immer hilfsbereit, empathisch und für andere da.“ Neben seiner sportlichen Begeisterung beschreibt er seinen Freund als künstlerisch begabten Menschen, der Motorradfahren liebte und sich sozial stark engagierte.
Auch in Luthers Waschsalon hinterließ Horst Finck bleibende Spuren. „Er hat über mehrere Jahre ehrenamtlich unser Arztmobil gefahren, die Gäste an der Tür begrüßt und kleinere handwerkliche Arbeiten zuverlässig übernommen“, berichtet Ilona Ladwig-Henning. „Als gelernter Elektriker hat er immer geholfen, wenn etwas zu tun war – unkompliziert, herzlich und selbstverständlich.“ Die Einrichtungsleiterin bedankt sich ausdrücklich für die besondere Spendenaktion: „Das Vereinskolleg:innen, Freundinnen und Freunde auf diese Weise an Horst erinnern und gleichzeitig unsere Arbeit sowie das Hospiz unterstützen, bedeutet uns sehr viel. Das ist ein wunderbares Zeichen der Verbundenheit.“ Weiter sagt sie: „Unser gesamtes Team ist sehr traurig über seinen Verlust. Horst wird uns als hilfsbereiter und warmherziger Mensch in Erinnerung bleiben.“
Reinhold Rupprath betont, wie sehr der Verlust Horst Fincks den Verein getroffen habe: „Sein Tod hat mich persönlich und viele Vereinsmitglieder tief bewegt. Uns verband nicht nur der Sport, sondern über Jahrzehnte gewachsene Freundschaften, gemeinsame Urlaube und Motorradtouren. Horst war ein sehr beliebter Mensch.“ Mit der gemeinsamen Spendenaktion wolle man ihm ein sichtbares Andenken an sein ehrenamtliches Engagement bewahren.
Bildzeile: Bei der Spendenübergabe in Luthers Waschsalon überreichen Reinhold Rupprath (links) und Thorsten Guddas (rechts) einen symbolischen Scheck an Einrichtungsleiterin Ilona Ladwig-Henning; das Gemälde im Vordergrund wurde von Horst Finck für die Einrichtung gemalt.
Zum Hintergrund Luthers Waschsalon: Luthers Waschsalon ist eine Einrichtung der Diakonie Mark-Ruhr, die Menschen mit schmalem Einkommen Pflege für Körper und Seele anbietet: Frühstück, Treffpunkt und Gespräche, Gelegenheit zu Körper- und Wäschepflege, Ersatzkleidung, allgemeinmedizinische und zahnärztliche Sprechstunde sowie Beratung und Gespräche. Viele der Besucher:innen leiden zusätzlich unter psychischen Beeinträchtigungen, Suchterkrankung oder chronischen körperlichen Erkrankungen. Die kostenlosen Versorgungsangebote helfen zahlreichen Bürger:innen in einer prekären Lebensphase, mit ihrem wenigen Einkommen besser haushalten zu können. Die meisten suchen vor dem Hintergrund ihrer sozialen Isolation besonders das Gespräch mit Betroffenen und nach professioneller Hilfe. Die Hilfen werden durch ein Team von zahlreichen Ehrenamtlichen und Teilzeitmitarbeiter:innen fachkundig und an der Würde der Hilfesuchenden orientiert geleistet.
Zum Hintergrund Hospiz Hagen: In Zusammenarbeit mit der Hospiz Klaus Korte Stiftung und mit Unterstützung des Fördervereins gibt es seit Februar 2018 das stationäre Hospiz Hagen in der Rheinstraße. Das Hospiz Hagen ermöglicht ein friedliches und begleitetes Abschiednehmen vom Leben. Es ist ein Ort, an dem Menschen in würdevoller Umgebung und in Begleitung ihrer Zugehörigen die letzten Lebenstage verbringen können. Die Betreuung der Gäste erfolgt durch qualifizierte Fachkräfte mit Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die ärztliche Versorgung übernehmen Hausärztinnen und Hausärzte, die bei Bedarf speziell ausgebildete Palliativmediziner hinzuziehen können. So sind die Behandlung von Schmerzen und körperlichen Beschwerden, wie auch die dringend erforderliche psychische und seelsorgliche Betreuung, gewährleistet.




