„Manege frei!“ – Inklusive Zirkuswoche beim FuD der Diakonie Mark-Ruhr begeistert mit Mut, Talent und ganz viel Bewegung
Iserlohn. Neun Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren verwandelten in der ersten Sommerferienwoche den Familien unterstützenden Dienst (FuD) der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen (DMR-T&W) in der Bodelschwinghstraße 1 in eine bunte Zirkuswelt. Vom 14. bis 18. Juli 2025 drehte sich alles um Bewegung, Kreativität, Mut – und ganz viel Spaß.
Bereits seit 2017 begleitet die Zirkusschule „Petit“ aus Iserlohn (Wolfsgasse 16), unter der Leitung von Zirkus- und Sozialpädagoge René Zeiler, die Zirkuswoche beim FuD. Auch in diesem Jahr schuf das Team um René Zeiler gemeinsam mit erfahrenen Pädagog:innen und Unterstützenden des FuD ein geschütztes Umfeld, in dem Kinder mit Beeinträchtigungen über sich hinauswachsen konnten. Gefördert wurde das Projekt von der Aktion Mensch.
René Zeiler: „Die Kinder und Jugendlichen, mit denen wir uns in dieser Projektwoche beschäftigt haben, haben Herausforderungen zu bewältigen, die sie großartig gemeistert haben. Sie haben Verantwortung übernommen und im Spiel neue Seiten an sich entdeckt.“ In täglichen Trainingseinheiten lernten die jungen Teilnehmenden verschiedene Zirkusdisziplinen kennen – von Akrobatik über Clownerie bis hin zu Tanzelementen. In diesem Jahr stand besonders der tänzerische Ausdruck im Mittelpunkt, unterstützt durch Sandra Nowak (Erzieherin und Zirkuspädagogin) sowie Marina Mertens, die derzeit eine Tanzausbildung in Berlin absolviert.
Neben dem professionellen Zirkusteam begleiteten vier Mitarbeitende des FuD sowie mehrere ehrenamtliche Helfer:innen die Woche. Die vertraute Umgebung des FuD-Standorts in Iserlohn sorgte für Sicherheit und Orientierung.
Gina Monderkamp, Koordinatorin FuD: „Die Rahmenbedingungen wurden speziell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer:innen angepasst – und alle haben sich toll entwickelt. Viele kamen zunächst schüchtern an. In dieser Woche haben sie ihr Selbstwertgefühl stärken und neues Selbstbewusstsein entwickeln können. Ein Beispiel: Eine Teilnehmerin traute sich am Ende sogar zur Rolle vorwärts!“ Sigrid Backmann, Koordinatorin FuD: „Die Kinder konnten in der Woche neue Rollen einnehmen und ganz neue Fähigkeiten an sich entdecken.“
Ein besonderer Höhepunkt der Woche war die Abschlussaufführung, zu der Eltern, Angehörige und Freund:innen eingeladen waren. Mit staunenden Augen und viel Applaus verfolgten sie kreative Darbietungen wie Seiltanz mit Tüchern, clowneske Kofferszenen, akrobatische Rollen und Krabbelübungen oder eine gemeinsame Pyramiden-Formation. Die Begeisterung im Publikum spiegelte wider, was die Kinder in dieser Woche erleben durften: Gemeinschaft, Vertrauen, Erfolgserlebnisse – und vor allem Freude an Bewegung und dem eigenen Können.
Bildzeile: Gemeinsam stark: Die Kinder und Jugendlichen der Zirkuswoche mit Marina Mertens, René Zeiler und Sandra Nowak von der Zirkusschule Petit beim Tüchertanz.




