Neue Tagesstruktur für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Lendringsen gestartet
Menden. Das Lebenszentrum an der Christuskirche in Menden-Lendringsen wächst weiter: Neben den bereits bestehenden Appartements für Menschen mit psychischen Erkrankungen bietet die Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen dort ab sofort auch eine Tagesstruktur an. Mit dem neuen Angebot erhalten Menschen mit psychischen Erkrankungen zusätzliche Möglichkeiten, ihren Alltag aktiv zu gestalten, soziale Kontakte zu knüpfen und ihre persönlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Der Start des Angebots wurde jetzt gemeinsam mit Klient:innen , Mitarbeitenden sowie Kooperationspartnern im Rahmen eines kleinen Sommerfestes gefeiert. Das Lebenszentrum zeigte sich dabei als Ort der Begegnung, an dem Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten zusammenkommen.
„Mir fällt hier sofort das Wort Vielfalt ein. Wir wollen Vielfalt schaffen und dafür brauchen wir gute Ideen“, sagte Christian Müller, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen. Das Lebenszentrum sei ein Beispiel dafür, wie durch gemeinschaftliche Projekte Räume entstehen, die Teilhabe ermöglichen und Menschen stärken.
Bereits seit einiger Zeit stehen im Lebenszentrum zwölf Appartements für Menschen mit psychischen Erkrankungen zur Verfügung. Die Nachfrage ist groß. „Wenn hier ein Bewohner auszieht, dann wird die Wohnung direkt wieder neu bezogen“, berichtet Marcel Waldau, Bereichsleiter der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen.
Mit der neuen Tagesstruktur wird das Angebot nun sinnvoll ergänzt. Zwischen 8.30 und 15 Uhr finden im Stadtteilhaus unterschiedliche Beschäftigungs- und Förderangebote statt. Ziel ist es, Menschen bei der Gestaltung ihres Alltags zu unterstützen, soziale Kontakte zu fördern und individuelle Fähigkeiten weiterzuentwickeln – ganz nach dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe.
Das Lebenszentrum ist zugleich ein Beispiel für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen und der Evangelischen Kirchengemeinde Lendringsen. Während die Tagesstruktur das Stadtteilhaus tagsüber nutzt, stehen die Räume der Kirchengemeinde am Nachmittag und Abend für ihre Angebote zur Verfügung. Gemeinsam entwickeln beide Partner das Lebenszentrum kontinuierlich weiter und richten es an den Bedürfnissen der Menschen im Quartier aus. Gemeindepfarrer Björn Corzilius und die Verantwortlichen der Diakonie verbindet dabei ein gemeinsames Ziel: einen Ort zu schaffen, an dem Gemeinschaft gelebt wird, Menschen Unterstützung erfahren und Teilhabe selbstverständlich ist.
Bildzeile: Vertreterinnen und Vertreter der Diakonie Mark-Ruhr Teilhabe und Wohnen sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Lendringsen freuen sich über den Start der neuen Tagesstruktur. Im Hintergrund sind die Appartements des Lebenszentrums an der Christuskirche zu sehen.




