Diakonie Mark-Ruhr
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Beratungsstellen Arbeit der Diakonie Mark-Ruhr beteiligen sich an der Woche des Welttags für menschenwürdige Arbeit


Hagen. / Iserlohn. / Schwelm./ Werdohl. Gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) und den weiteren Partnern im landesweiten Beratungsnetzwerk gegen Arbeitsausbeutung beteiligen sich die Beratungsstellen Arbeit der Diakonie Mark-Ruhr an ihren Standorten in Hagen, in Schwelm (für den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis) und Märkischer Kreis (Iserlohn/Werdohl) in den Wochen um den 07.10.2025 mit unterschiedlichen Aktionen, um mehr Aufmerksamkeit für gute Arbeitsbedingungen zu schaffen.

So ist die Beratungsstelle Arbeit der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen am 7. Oktober 2025 in Zusammenarbeit mit der Regionalagentur Märkische Region mit einem Informationsstand in der Innenstadt (Volme-Galerie) vertreten, um auf das Thema Faire Arbeitsbedingungen und Rechte von Arbeitnehmer:innen aufmerksam zu machen.

Ebenfalls am 7. Oktober 2025, laden die Beratungsstellen Arbeit im Märkischen Kreis um 10 Uhr zu einem Vortrag über den rechtmäßigen Arbeitsvertrag ein. Die Veranstaltung richtet sich an die Teilnehmenden der Maßnahme im Förderzentrum des Berufsbildungszentrums der Märkischen Handwerkerschaft (Standort Werdohl, Neustadtstr. 27). Es handelt sich dabei um langzeitarbeitslose Menschen, die im Förderzentrum auf die Aufnahme einer Beschäftigung oder die Vermittlung in eine Fortbildung vorbereitet und dabei begleitet werden.

In Schwelm ist die Diakonie Mark-Ruhr durch die Beratungsstelle Arbeit, das Projekt GiSAA (Geflüchtete in Schule, Ausbildung, Arbeit) und die Betriebliche Sozialarbeit am 08.10.2025, ebenfalls im Rahmen der „Woche der menschenwürdigen Arbeit“, mit einem Stand auf der Berufsbildungs- und Unternehmensmesse in der Schwelm-Arena vertreten.

Von der Umgehung des gesetzlichen Mindestlohns über Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, bis hin zu fehlender Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: auch auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt ist ausbeuterische Beschäftigung leider immer wieder Realität. Trotz Gesetzesverbesserungen werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellenweise in ihren Rechten beschränkt und arbeiten unter schlechten Bedingungen. Mit dem landesweiten Beratungsangebot für prekär Beschäftigte und Menschen in ausbeuterischer Beschäftigung stellt das Arbeitsministerium Unterstützungsangebote für diejenigen bereit, die ihre Rechte nicht kennen oder sich selbst nicht zu helfen wissen.

„Gute und faire Arbeitsbedingungen sind das Fundament einer starken und stabilen Sozialen Marktwirtschaft. Doch in manchen Branchen fehlt es genau daran. Mit dem deutschlandweit einmaligen Beratungsnetzwerk verfügen wir über einen wichtigen Baustein, um diejenigen zu erreichen, die für Profite ausgebeutet werden. Diese Unterstützung kommt direkt bei den Menschen an. Die zahlreichen Aktivitäten, die die Beratungsstellen Arbeit und die Beratungsprojekte für diese Woche initiiert haben, sind ein starkes Zeichen für die Rechte von Beschäftigten und für gute und faire Arbeitsbedingungen“, sagt Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

Der Welttag für menschenwürdige Arbeit wird jährlich am 7. Oktober begangen. Er geht auf eine Initiative des Internationalen Gewerkschaftsbundes im Jahr 2008 zurück. Organisationen weltweit setzen an diesem Tag ein Zeichen gegen prekäre Beschäftigung und für bessere Arbeitsbedingungen. Ihn nehmen die Beratungsstellen für Arbeit und die Beratungsprojekte gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zum Anlass, um in der Woche vom 07.10.2025 auf ihre Angebote aufmerksam zu machen.

Die Beratungsstelle Arbeit der Diakonie Mark-Ruhr bieten in Hagen, dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis und im Märkischen Kreis Beratung für prekär oder ausbeuterisch Beschäftigte an, prüfen Arbeitsbedingungen, die Einhaltung des Mindestlohns, Kündigungen, Lohnabrechnungen sowie Arbeits- und Urlaubszeiten.

Die Einrichtungen bieten selbst keine Rechtsberatung an, vermitteln die Ratsuchenden bei Bedarf aber zur Rechtsberatung an Fachanwälte für Arbeitsrecht und erstatten auf Wunsch mit den Betroffenen Anzeige beim Zoll oder bei der Arbeitsschutzkontrolle der Bezirksregierung.

Bei nicht strafrechtlich relevanten Konflikten oder Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz vermittelt die Beratungsstellen der Diakonie Mark-Ruhr zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgeber:innen.

Auch sogenannte Aufstocker:innen, das sind Menschen, deren Gehalt nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu decken, werden in den Beratungsstellen Arbeit der Diakonie Mark-Ruhr hinsichtlich ihrer Sozialleistungsansprüche beraten.

Die Beratungsstellen Arbeit sind als niedrigschwellige, ortsnahe Anlaufstellen in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen präsent und das Herzstück des landesweiten Beratungsnetzwerks, das aktuell über rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügt. Sie unterstützen und beraten Menschen in schwierigen Beschäftigungssituationen. Zum Netzwerk gehören auch eine Rechtsberatungsstelle von „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ sowie die spezialisierten muttersprachlichen Beratungsangebote von „Arbeit und Leben NRW“ für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten, die wegen Sprachbarrieren und Unkenntnis des Arbeits- und Sozialrechts besonders häufig von Arbeitsausbeutung betroffen sind. In diesem Jahr stellt Nordrhein-Westfalen mehr als acht Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie Landesmitteln zur Verfügung, um das flächendeckende Beratungsangebot zu fördern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Arbeitsministeriums unter https://www.mags.nrw/faire-arbeitsbedingungen-projekte und auf der Homepage der Diakonie Mark-Ruhr gGmbH: Beratungsstellen Arbeit | Diakonie Mark-Ruhr .