Diakonie Mark-Ruhr
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„Gesundheit für alle“: ABBA-Fachtag widmet sich medizinischer Versorgung in prekären Lebenslagen


Hagen. Mehr als 60 Fachkräfte aus den Bereichen Sozial- und Integrationsarbeit, Verwaltung sowie von verschiedenen Kooperationspartnern nahmen am diesjährigen Fachtag des Projektes „ABBA – Ansprechen, Beraten, Begleiten, Aufnehmen“ im Wichernhaus der Diakonie Mark-Ruhr teil. Unter dem Titel „Gesundheit für alle: Wege zu einer besseren medizinischen Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen“ stand der Zugang zur medizinischen Versorgung im Mittelpunkt. Gleichzeitig bildete die Veranstaltung den Auftakt der Interkulturellen Woche in Hagen, die vom 24. September bis zum 8. Oktober stattfindet.

Nach der Begrüßung durch Heidrun Schulz-Rabenschlag (Prokuristin und Leiterin des Fachbereichs Migration und Integration der Diakonie Mark-Ruhr), Heike Spielmann (Leiterin des Fachdienstes Migration und Integration der Diakonie Mark-Ruhr), und Annika Schemper (Leiterin des Fachdienstes Integration / Migration und ASB des Caritasverbands Hagen e.V.), wurden die beiden Teilprojekte von ABBA vorgestellt. Dabei gaben die Mitarbeitenden Einblicke in ihre Arbeit und die Herausforderungen, mit denen EU-Zugewanderte sowie marginalisierte EU-Bürger:innen und Drittstaatler:innen in prekären Lebenslagen konfrontiert sind.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Gesundheitsversorgung. Fachkräfte der Clearingstelle Gesundheit des Sozialen Zentrums Dortmund e.V. informierten über bestehende Zugangsbarrieren und mögliche Wege, Menschen ohne ausreichenden Zugang zum Gesundheitssystem zu unterstützen. Im anschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmenden praktische Erfahrungen, Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze für eine bessere medizinische Versorgung.

Der Fachtag stieß auf große Resonanz und bot zugleich Gelegenheit, bestehende Netzwerke zu stärken und neue Kontakte zu knüpfen. „Die große Beteiligung und der intensive Austausch haben gezeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, damit auch Menschen in prekären Lebenslagen Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung erhalten. Der Fachtag hat dafür wichtige Impulse gegeben“, zogen die Mitarbeitenden des ABBA-Projektes von Caritas und Diakonie ein positives Fazit.

Das Projekt „Ansprechen – Beraten – Begleiten - Aufnehmen (ABBA)“ wird im Rahmen des Programms „EhAP Plus“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Das ABBA-Teilprojekt des Caritasverbands Hagen e.V. (Projektleitung) adressiert die Zielgruppe EU-Zugewanderte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und deren Familien, die in das deutsche Bildungssystem integriert und ergänzend gefördert werden sollen. Das ABBA-Teilprojekt der Diakonie Mark-Ruhr gGmbH adressiert marginalisierte EU-Bürger:innen und Drittstaatler:innen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind.


Bildzeile: Mehr als 60 Fachkräfte kamen zum ABBA-Fachtag im Wichernhaus der Diakonie Mark-Ruhr zusammen und diskutierten Wege zu einer besseren medizinischen Versorgung von Menschen in prekären Lebenslagen.