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Austausch im Landtag: Schuldnerberatung braucht verlässliche Finanzierung und praxistaugliche P-Konten


Düsseldorf/Hagen. Im NRW-Landtag trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Schuldner- und Insolvenzberatung zu einem fachlichen Austausch über die aktuelle Situation der Beratungsstellen, die Finanzierung der Schuldnerberatung sowie die weiterhin bestehenden Herausforderungen rund um Pfändungsschutzkonten (P-Konten). Gesprächspartner wa-ren die Landtagsabgeordneten Inge Blask und Wolfgang Jörg sowie Büroleiter Jan Philip Clooth.

Für die Diakonie Mark-Ruhr nahmen Heidrun Schulz-Rabenschlag, Prokuristin, und Jenny Friße, Leiterin der Schuldner- und Insolvenzberatung Hagen, teil. Silke Thiel ergänzte den fachlichen Austausch als Referentin des Fachbereichs des Diakonischen Werks Rheinland-Westfalen-Lippe e. V.

Im Mittelpunkt standen die zunehmende Belastung der Schuldnerberatungsstellen, lange Wartezeiten für Ratsuchende und die notwendige auskömmliche Finanzierung der Beratungsangebote. Bundesweit berichten viele Beratungsstellen von einer steigenden Nachfrage. Gleichzeitig sind zusätzliche personelle Ressourcen erforderlich, um den gesetzlichen Auftrag einer unabhängigen Schuldnerberatung dauerhaft sicherzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Praxis der P-Konten. Die Gesprächsteilnehmenden machten deutlich, dass trotz gesetzlicher Verbesserungen nach wie vor zahlreiche Menschen Schwierigkeiten haben, ihren Pfändungsschutz unkompliziert und rechtssicher wahrzunehmen. Verzögerungen oder Missverständnisse bei der Kontoführung können für Betroffene existenzielle Folgen haben.

„Eine leistungsfähige Schuldnerberatung und ein verlässlicher Pfändungsschutz sind wichtige Bausteine sozialer Teilhabe. Menschen in finanziellen Krisen benötigen schnelle und unbürokratische Unterstützung“, betonte Heidrun Schulz-Rabenschlag.

Inge Blask setzt sich seit rund zwölf Jahren für einen besseren Zugang zur Schuldner- und Insolvenzberatung sowie eine verlässliche Finanzierung der Beratungsangebote ein. Wolfgang Jörg hatte das Treffen initiiert, nachdem er sich wenige Wochen zuvor im Rahmen der landesweiten Aktionswoche bei einem Besuch der Schuldner- und Insolvenzberatung Hagen intensiv mit den Themen auseinandergesetzt hatte.

Am Ende des Austauschs bestand Einigkeit, dass es weiterhin eine parteiübergreifende Zusammenarbeit mit der Freien Wohlfahrt braucht, um die vielfältigen fachlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Schuldnerberatung konsequent weiterzuverfolgen. Und auch darin waren sich die Beteiligten einig: Der Austausch soll fortgesetzt werden.

Schuldner- und Insolvenzberatung bei der Diakonie Mark-Ruhr – Infos und Kontakt:

Schuldner- und Insolvenzberatung | Diakonie Mark-Ruhr

 

Bildzeile (v.l.): Heidrun Schulz-Rabenschlag (Diakonie Mark-Ruhr) und Jenny Friße (Leiterin der Schuldner- und Insolvenzberatung Hagen) vor dem NRW-Landtag in Düsseldorf. Im fachlichen Austausch mit den Landtagsabgeordneten standen die Finanzierung der Schuldnerberatung und die praktischen Herausforderungen bei Pfändungsschutzkonten im Mittelpunkt.