Diakonie Mark-Ruhr
Diakonie

Aktionswoche der Beratungsstellen Arbeit für Fahrerinnen und Fahrer von Essenslieferdiensten


Hagen./EN-Kreis/Märkischer Kreis. Die Beratungsstellen Arbeit der Diakonie Mark-Ruhr und des HAZ e.V. für die Gebiete Ennepe-Ruhr, Hagen und Märkischer Kreis beteiligen sich am 7. Oktober 2026, dem „Welttag der menschenwürdigen Arbeit“, an der landesweiten Aktionswoche für Fahrerinnen und Fahrer von Essenslieferdiensten. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dem DGB, der Regionalagentur Mark und der Migrationsberatung informieren sie über Rechte und Pflichten von Beschäftigten und setzen sich für faire Arbeitsbedingungen ein.

Dazu bieten die Beratungsstellen am 7. Oktober Informations- und Beratungsstände im Hagener Arbeitslosenzentrum (HALZ, Rathausstr. 31) von 13 bis 17 Uhr sowie in der Hagener Volme-Galerie von 10 bis 14 Uhr an. Zudem nehmen die regionalen Beratungsstellen Arbeit an einer Kundgebung in der Dortmunder Innenstadt teil und machen dort auf die Arbeitsbedingungen von Essenslieferantinnen und Essenslieferanten aufmerksam.

Die Situation der Fahrerinnen und Fahrern von Essenslieferdiensten insbesondere aus dem Ausland war in den letzten Jahren immer wieder Thema in der medialen Berichter-stattung. Im Fokus stand dabei insbesondere die Situation von Studenten und Studentinnen aus Drittstaaten, die neben dem Studium für Essenslieferdienste fahren. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer sind oft prekär. Sie verschulden sich, um nach Deutschland kommen zu können und erhalten einen Lohn, der nicht auskömmlich ist. Bei vielen Plattformen, die die Lieferung von zubereitetem Essen vermitteln, ist es üblich, dass die eigentliche Lieferung durch andere Unternehmen erfolgt. Diese Struktur aus Subunternehmen und ausländischen Beschäftigten kann zur Umgehung arbeitsrechtlicher Standards und zu prekären Arbeitsbedingungen führen. Daher hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW eine Aktionswoche der landesgeförderten Beratungsprojekte aus dem Netzwerk gegen Arbeitsausbeutung initiiert.

Mit dem landesweiten Beratungsangebot für prekär Beschäftigte und Menschen in ausbeuterischer Beschäftigung stellt das Arbeitsministerium Unterstützungsangebote für diejenigen bereit, die ihre Rechte auf dem Arbeitsmarkt nicht kennen. Die Beraterinnen und Berater unterstützen die Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte.

„Wir richten ein klares Signal an jene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die dem Grundsatz eines fairen und gerechten Miteinanders nicht folgen und wollen damit auch die schützen, die mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fair umgehen: Wir treten menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen entschieden entgegen. Die Praktiken in der Essenslieferung, insbesondere die Auslagerung der Fahrerinnen und Fahrer an Subunternehmen, sind mir schon länger ein Dorn im Auge! Wir erhalten immer wieder Berichte, dass dieses Vorgehen zu prekärer Beschäftigung führt. Daher haben wir die Aktionswoche gestartet. Ich freue mich über die zahlreichen Aktivitäten in den Regionen, die die Beratungsstellen Arbeit und die Beratungsprojekte initiiert haben und begleiten. Aufklärung, Beratung und Begleitung sind zentrale Bausteine bei der Förderung men-schengerechter Arbeitsbedingungen“, so Arbeitsminister Laumann.

Die Beratungsstellen Arbeit sind als niedrigschwellige, ortsnahe Anlaufstellen in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen präsent und zentraler Baustein des landesweiten Beratungsnetzwerks. Sie unterstützen und beraten Menschen in schwierigen Beschäftigungssituationen. Zum Netzwerk gehören auch die spezialisierten muttersprachlichen Beratungsangebote von Arbeit und Leben NRW für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten.

Kontakt & weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Arbeitsministeriums unter https://www.mags.nrw und auf der Homepage der Diakonie Mark-Ruhr: https://www.diakonie-mark-ruhr.de/unterstuetzung-und-beratung/hilfen-in-arbeit

Bildzeile: Die Beratungsstellen Arbeit der Diakonie Mark-Ruhr informieren mit den neuen Roll-ups des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW über ihre Unterstützungsangebote für Beschäftigte.