Fachtagung in Hagen: Fachkräfte diskutieren über Sexualität, Schutz und Selbstbestimmung in der Jugendhilfe
Hagen. Wie können Fachkräfte im pädagogischen Alltag offen und professionell mit Sexualität umgehen? Wie lassen sich junge Menschen in stationären Einrichtungen wirksam vor sexualisierter Gewalt schützen? Und wie können Einrichtungen eine zeitgemäße Sexualkultur etablieren, die Schutz und Selbstbestimmung gleichermaßen berücksichtigt?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der dritte Jubiläums-Fachtag der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen am Dienstag, 17. November 2026, in Hagen.
Unter dem Titel „Sexualität, Schutz & Selbstbestimmung in der Jugendhilfe“ kommen von 10 bis etwa 15:30 Uhr im Wichernhaus der Diakonie Mark-Ruhr (Martin-Luther-Straße 11) Fachkräfte und Verantwortliche aus dem gesamten Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Angesprochen sind insbesondere pädagogische Fachkräfte, Mitarbeitende ambulanter und stationärer Hilfen, Leitungs- und Führungskräfte sowie weitere Interessierte aus angrenzenden Arbeitsbereichen, die sich mit dem Schutz und der Begleitung junger Menschen befassen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 250-jährigen Jubiläums der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen statt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Einrichtungen jungen Menschen sichere Schutzräume bieten und gleichzeitig ihre sexuelle Selbstbestimmung stärken können. Dabei geht es sowohl um sexuelle Bildung und Prävention als auch um den professionellen Umgang mit Grenzverletzungen, Intervention und die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Auch Erfahrungen und Versäumnisse aus der Vergangenheit sollen in den Blick genommen und Konsequenzen für das heutige pädagogische Handeln diskutiert werden.
Das Programm bietet verschiedene fachliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. Dr. Ilga Opterbeck, Leiterin des Beratungszentrums Rat am Ring der Stadt Hagen, beleuchtet Aufgabenfelder und Herausforderungen des präventiven Kinderschutzes. Birgit Pfeifer von der Meldestelle für Verdachtsfälle der Diakonie RWL widmet sich der Bedeutung von Aufarbeitung. Der Sexualpädagoge Reiner Wanielik geht der Frage nach, wie sexuelle Bildung in pädagogischen Einrichtungen gelingen kann und welche Chancen sie für die Prävention bietet. Meline Götz, Sozialpädagogin und Sexualpädagogin, beschäftigt sich mit der Sexualitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen und deren angemessener Begleitung. Moderiert wird die Veranstaltung von Mattias Börner, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr.
Neben den Fachvorträgen bietet ein World Café Gelegenheit, Themen zu vertiefen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und konkrete Anregungen für die eigene Arbeit zu entwickeln. Ziel ist es, den fachlichen Austausch zu fördern und die Handlungssicherheit im pädagogischen Alltag zu stärken.
Anmeldung und Kontakt
Die kostenfreie Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es unter www.250jahre-ejh.de. Anmeldungen sind auch direkt per E-Mail an jubilaeum@jugendhilfe-iserlohn-hagen.de möglich.
Bildzeile: Das Wichernhaus der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen bietet den Rahmen für den dritten Jubiläums-Fachtag der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen am 17. November 2026.




