Diakonie Mark-Ruhr
Diakonie

Arbeit-Leben-Zukunft (ALZ) GmbH

Aktivierungshilfen für Jüngere

Die Aktivierungshilfe richtet sich an Ausbildung suchende Jugendliche und junge Erwachsene…

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Die Aktivierungshilfe richtet sich an Ausbildung suchende Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren mit unterschiedlichen Hemmnissen bezogen auf die beruflichen Perspektiven. Die Aktivierungshilfe der Arbeit-Leben-Zukunft GmbH findet im Auftrag des Jobcenter Hagen und in Kooperation mit dem Caritasverband Hagen und der Arbeit-Leben-Zukunft GmbH statt. Insgesamt können bis zu 40 Personen in der Maßnahme Aktivierungshilfe aufgenommen werden.

Ziel der Maßnahme ist die Heranführung an das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem durch fachpraktische Erprobung, begleitende Unterrichtseinheiten aber auch soziale Stärkung.
Innerhalb der Bietergemeinschaft wählen die Teilnehmer zwischen den nachfolgenden Projekten mit unterschiedlichen berufspraktischen Schwerpunkten:

Projekt I: „kitchen impossible“ 
Projekt II: „woodstock“
Projekt III: „Paint and Style“

Zusätzlich werden im Rahmen der Projekte Unterrichtseinheiten zur Stärkung von Basiskompetenzen, Bewerbungstraining sowie Sport- und Bewegungsangebote vorgehalten. Begleitete Praktikumsphasen bieten einen ersten Einblick in den beruflichen Alltag. Durch intensive sozialpädagogische Unterstützung erfahren die Teilnehmenden individuelle Hilfen zur Stabilisierung und Stärkung. Die Aktivierungshilfe findet in den Lehr- und Übungsräumen unserer Einrichtung in der Dödterstraße 10 (Elbershallen) statt.

Ansprechpartner:
Lidia Blottko
lidia.blottko@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 17

Katja Pohle
katja.pohle@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 26

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Die Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) bieten jungen Auszubildenden, deren Ausbildungserfolg…

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Die Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) bieten jungen Auszubildenden, deren Ausbildungserfolg insbesondere durch Defizite im fachtheoretischen Bereich gefährdet ist, umfassende Hilfsangebote:

  • Lernberatung
  • Lernförderung
  • Erteilung von Fachunterricht in Kleingruppen oder Einzelförderung
  • an den individuellen Erfordernissen orientierte Lernangebote
  • Vorbereitung von Klausuren
  • Umfassendes Prüfungscoaching
  • Sozialpädagogische Beratung, Betreuung und Begleitung

Die Ausbildungsbegleitenden Hilfen werden nach Bedarfsklärung durch die Agentur für Arbeit  und dem Jobcenter Hagen finanziert. Eine umfassende Beratung erfolgt durch den Träger.

Ansprechpartner:
Stefanie Schmidt
stefanie.schmidt@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 19

Armin Kehrein
armin.kehrein@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 18

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB / BvB Reha)

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) dient der Berufsorientierung...

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Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme für Jugendliche und junge Erwachsene mit spezifischem Förderbedarf (Lernbehinderung) bietet die Möglichkeit, die Aufnahme einer Ausbildung vorzubereiten oder eine geeignete Beschäftigung für sie zu finden. Dabei soll den Teilnehmern dazu verholfen werden, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich einer möglichen Berufswahl zu überprüfen und zu bewerten, um ihre Chancen zu erhöhen, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig einzugliedern.

Ansprechpartner:
Jana Eberhardt
jana.eberhardt@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 348 32 02

Anna Lehmhaus
anna.lehmhaus@alz-hmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 348 79 97

 

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB / BvB Reha)

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme für Jugendliche und junge Erwachsene mit spezifischem Förderbedarf (Lernbehinderung) bietet die Möglichkeit, die Aufnahme einer Ausbildung vorzubereiten oder eine geeignete Beschäftigung für sie zu finden. Dabei soll den Teilnehmern dazu verholfen werden, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich einer möglichen Berufswahl zu überprüfen und zu bewerten, um ihre Chancen zu erhöhen, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig einzugliedern.

Förderzentrum für junge Flüchtlinge

Gemeinsam mit dem Caritasverband Hagen e.V. sowie der Gesellschaft für Arbeit und soziale…

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Gemeinsam mit dem Caritasverband Hagen e.V. sowie der Gesellschaft für Arbeit und soziale Dienstleistungen Hagen mbH (GAD) setzt die Arbeit-Leben-Zukunft (ALZ)GmbH ein Förderzentrum für Flüchtlinge unter 25 Jahren um. Auftraggeber sind das Jobcenter und die Arbeitsagentur Hagen. Ziel der Maßnahme ist die Beseitigung spezifischer Integrationshemmnisse. Individuell stehen im Rahmen der Förderung die Heranführung an den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, die Feststellung, Verringerung und Beseitigung von Vermittlungs-hemmnissen sowie die Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme im Vordergrund der Maßnahme.

In den Handlungsfeldern „Elektrotechnik“, „Betreuung und Pflege“ sowie „Hotel / Gaststätten / Hauswirtschaft“ gewinnen die Teilnehmenden erste Einblicke in die berufliche Praxis; neben fachpraktischen Tätigkeiten erwerben sie hier wichtige Kenntnisse über den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt allgemein aber auch zu Inhalten und Struktur konkreter Ausbildungsgänge.

Die Teilnehmenden überprüfen erste berufliche Zielsetzungen, stärken vorhandene Kompetenzen, und erproben sich in betrieblichen Praktika. In der ergänzenden Sprachförderung werden verbindliche Sprachmodule vorgehalten sowie über alle Handlungsfelder fachsprachliche Kompetenzen im Bereich Deutsch erworben. Übergreifend erfahren die Teilnehmenden bei Bedarf umfassende Hilfen zur Bewältigung des Alltags. Die Angebote reichen von Hilfen bei Antragstellungen und Wohnungssuche, über die Installation von Betreuungsangeboten für Kinder bis hin zu Angeboten zur Krisenbewältigung und psychosozialen Stärkung.

Ansprechpartner:
Paulo Friedrich
paulo.friedrich@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 352 01 05

Tanja Jozefiak
tanja.jozefiak@alz-hmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 14

Überbetriebliche Berufsausbildung in integrativer Form (BaE integrativ)

Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligtenförderung…

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Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligtenförderung Berufsausbildung in  integrativer Form durch. Die Jugendberufshilfe bietet außerbetriebliche Berufsausbildungen in integrativer Form in folgenden Bereichen an:

  • Staatl. geprüfter Hauswirtschafter / staatl. geprüfte Hauswirtschafterin
  • Friseur / Friseurin
  • Die Ausbildung erfolgt in anerkannten Ausbildungswerkstätten des Trägers. Der Träger leistet darüber hinaus umfassende Fördermaßnahmen sowie die Koordination der Ausbildungs- und Förderprozesse

Zielgruppe:

  • Junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und aufgrund unterschiedlicher Benachteiligungen einen erschwerten Zugang zu Ausbildung und Arbeit haben.
  • Die Zuweisung erfolgt über die Agentur für Arbeit bzw. die Jobcenter

Die Angebote des Trägers umfassen insbesondere:

  • Qualifizierte Berufsausbildung
  • Modern und anspruchsvoll gestaltete Lernorte
  • Individuelle Lernförderung
  • Lernberatung
  • Sozialpädagogische Beratung, Betreuung und Begleitung
  • ausbildungsbegleitendes Bewerbungscoaching inkl. umfassender Praktika in regionalen Betrieben

Ziele der BaE integrativ sind vorrangig:

  • Übernahme in betriebliche Ausbildung
  • ein erfolgreicher Abschluss der Ausbildung
  • Vermittlung in den Arbeitsmarkt

Ansprechpartner:
Birgit Dabruck (Hauswirtschaft)
birgit.dabruck@diakonie-mark-ruhr.de

Tel.-Nr. 02331 - 348 45 88

Iris Weissenbacher (Frisör)
iris.weissenbacher@alz-hmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 21

Überbetriebliche Berufsausbildung in kooperativer Form (BaE koop)

Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligten...

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Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligten- bzw. Rehabilitationsförderung gemeinsam mit regionalen Betrieben Berufsausbildungen in kooperativer Form durch. Die Jugendberufshilfe bietet außerbetriebliche Berufsausbildungen in kooperativer Form in folgenden Bereichen an:

  • Hotel und Gaststätten inkl. Koch/Köchin sowie Fachpraktiker/-in Küche
  • Hauswirtschaft / inkl. Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft
  • Garten- und Landschaftsbau, inkl. Fachpraktiker/-in Garten- und Landschaftsbau
  • Floristik
  • Kosmetik und Körperpflege
  • KFZ-Mechatroniker / Berufsfeld Elektrotechnik
  • Berufsfeld Metall (u.a. Metallbearbeiter, Metallbauer)
  • Farbe / Raum (u.a. Maler und Lackierer), inkl. Bau- Metallmaler
  • Berufsfeld: Wirtschaft und Verwaltung
  • Lager / Handel

Im Rahmen der Ausbildungskooperation erfolgt die fachpraktische Qualifizierung in einem regionalen Kooperationsbetrieb. Der Träger leistet umfassende Fördermaßnahmen sowie die Koordination der Ausbildungs- und Förderprozesse.

Zielgruppe:

  • Junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und aufgrund unterschiedlicher Benachteiligungen einen erschwerten Zugang zu Ausbildung und Arbeit haben.
  • Die Zuweisung erfolgt über die Agentur für Arbeit bzw. die Jobcenter

Die Fördermaßnahmen des Trägers umfassen insbesondere:

  • Individuelle Lernförderung
  • Lernberatung
  • Sozialpädagogische Beratung, Betreuung und Begleitung
  • Coaching der Betriebe
  • passgenaues Bewerbungstraining

Ziele der Ausbildungskooperation sind vorrangig:

  • Übernahme in betriebliche Ausbildung
  • ein erfolgreicher Abschluss der Ausbildung
  • Vermittlung in den Arbeitsmarkt

Ansprechpartner:
Annette Jeschak
annette.jeschak@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 12

Vergleichbare Einrichtung

Einrichtung der Beruflichen Rehabilitation im Sinne des § 35 SGB IX
 

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Die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn - Hagen gem. GmbH ist anerkannte Einrichtung der beruflichen Rehabilitation im Sinne des § 35 SGB IX. Junge Menschen mit Behinderung können hier im Rahmen der Berufsvorbereitung ihre Talente und Möglichkeiten entdecken;  in qualifizierten Berufsausbildungen erzielen sie einen anerkannten Abschluss. Sämtliche Angebote orientieren sich an den persönlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden.

Ausbildungen bieten wir in den Bereichen:

  • Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft
  • Fachpraktiker/-in Küche
  • Friseur / Friseurin
  • Fachpraktika für personenbezogene Dienstleistungen

In der Lernförderung beraten qualifizierte Lehrer die Teilnehmenden individuell und entwickeln gemeinsam mit diesen ein passendes Angebot. Der Förderunterricht:

  • hilft Lernschwächen auszugleichen (individuelle Förderung bei Lese- und Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie u.a.)
  • zeigt Wege, wie man wirkungsvoll lernt
  • leistet Unterstützung bei der Fachtheorie
  • bietet eine intensive Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Prüfungen
  • zeigt Wege, wie man Prüfungsangst abbaut

Sozialpädagogische Betreuung

Sozialpädagoginnen und -pädagogen beraten und begleiten die Teilnehmenden bei ihrer beruflichen Orientierung oder Ausbildung. Aufgaben und Angebote der sozialpädagogischen Betreuung sind insbesondere

  • Erstellung eines individuellen Qualifizierungsplanes zusammen mit den Teilnehmenden
  • Bündelung der Hilfsangebote
  • Unterstützung bei persönlichen Problemen
  • Hilfen bei der Bewältigung von Krisensituationen
  • Hilfen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen
  • Beratung von Betrieben bei der Gestaltung barrierefreier Ausbildungs- und Arbeitsplätze

Der medizinische Dienst des Trägers sowie psychologische Fachkräfte  ergänzen das Team der beruflichen Rehabilitation und stärken die ganzheitliche Förderung der Teilnehmenden. Der medizinische Dienst unterstützt Team und Teilnehmende durch rehabilitationsmedizinische Angebote, u.a.:

  • ergänzende, reha-medizinische Bewertung der Ausbildungsfähigkeit
  • Analyse der individuellen Leistungsfähigkeit bzw. Belastbarkeit
  • ergänzende reha-medizinische Eignungsprognose
  • unterstützende Befundkontrollen

Der Psychologische Dienst erweitert das Angebot der pädagogischen Fachkräfte insbesondere durch:

  • vertiefende Gesprächsangebote
  • Analyse der individuellen Belastbarkeit in der Arbeitswelt
  • Kriseninterventionen und Einleitung von externen Unterstützungsleitungen (z.B. Therapien)
  • systematisches Coaching der Fachkräfte des Trägers
  • Supervision von Förder- und Bildungsprozessen der beruflichen Rehabilitation.

Die Zuweisung zu allen Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation erfolgt über den zuständigen Reha-Berater / die zuständige Reha-Beraterin der ortsansässigen Agentur für Arbeit.

Ansprechpartner:
Frau Dabruck

birgit.dabruck@diakonie-online.org

Tel.-Nr. 02331 - 348 45 88


Barbara Lange

barbara.lange@diakonie-online.org

Tel.-Nr. 02331 - 367 36 23

Flüchtlinge als Fachkraft statt Hilfsarbeiter

In Guinea hat Mamadou Diallo schon als Bäcker und Taxifahrer gearbeitet. In Deutschland würde der 20-jährige Flüchtling gerne einen qualifizierten Beruf ausüben. Doch der Weg zur Fachkraft ist so beschwerlich, dass zwei Drittel der Geflüchteten in NRW in Helferjobs landet. Das kritisiert der Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW aus Anlass des morgigen „Welttages des Flüchtlings“.

Qualifizierung und Bildung“ steht in großen Lettern über der Eingangstür, die Mamadou Diallo jeden Tag öffnet. Das Motto ist für den 20-jährigen Flüchtling aus Guinea Programm: In der ehemaligen Eckkneipe verbessert er sein Deutsch, paukt Mathematik, schreibt Bewerbungen, holt sich Hilfe für Behördengänge und Anträge. In den Pausen kocht und kickert er mit anderen jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren. Das Förderzentrum für junge Flüchtlinge, das die Arbeit- Leben- Zukunft Hagen der Diakonie gemeinsam mit Caritas und AWO betreut, ist für Mamadou Diallo zu einer zweiten Heimat geworden. Hier qualifiziert und bildet er sich für den deutschen Arbeitsmarkt. Seine Chancen auf einen Job stehen tatsächlich gut. Die Zahl der versicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlinge hat sich in Nordrhein-Westfalen von März 2015 bis September 2018 mehr als vervierfacht und lag schließlich bei rund 60.000. Das belegt der neue Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW.

Ohne Ausbildung kein guter Job
Doch die Hürden, einen Job als Fachkraft zu finden, sind nach wie vor hoch und der Weg dorthin ist lang. „Als ich vor zwei Jahren nach Deutschland kam, wusste ich nicht, was eine Ausbildung überhaupt ist“, erzählt Mamadou Diallo. „Und dass man sie braucht, wenn man hier eine gute Arbeit haben möchte.“ In Guinea ist er nicht lange zur Schule gegangen, hat stattdessen als Bäcker und Taxifahrer gearbeitet.
Einen Anspruch auf einen Integrationskurs hatte Mamadou Diallo nicht, weil er aus einem sogenannten „sicheren Herkunftsland“ kommt. Doch er spricht fließend Französisch und Englisch und hat seine Deutschkenntnisse mit Hilfe des Sprachunterrichts im Förderzentrum deutlich verbessert.

Viel Förderung nötig
Wie viel Förderung und gute Begleitung nötig ist, um junge Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit zu bringen, erlebt das achtköpfige Team des Förderzentrums jeden Tag. Rund 250 Geflüchtete unter 25 Jahren hat es seit seiner Gründung vor drei Jahren im Auftrag von Jobcenter und Arbeitsagentur betreut, 54 Prozent von ihnen sind auf den Arbeitsmarkt vermittelt, holten Schulabschlüsse nach oder nahmen an anderen Bildungsmaßnahmen teil.
„Wir machen allen Mut, sich für eine Ausbildung zu entscheiden“, erklärt Projektleiterin Annette Jeschak von der Evangelischen Jugendhilfe Hagen. Zumal es durchaus spezielle Fördermaßnahmen wie Einstiegsqualifizierungen, ausbildungsbegleitende Hilfen oder eine assistierte Ausbildung mit Jobcoach gibt. Sie helfen den Flüchtlingen, sprachliche und kulturelle Hürden in der Berufsschule und am Arbeitsplatz zu nehmen.
Komplexe rechtliche Regelungen

„Diese Programme bringen viel, kosten aber Zeit und Durchhaltevermögen“, betont Annette Jeschak. Und nicht jeder Flüchtling hat einen Anspruch darauf. Die rechtlichen Regelungen der Arbeits- und Ausbildungsförderung sind komplex und oft schwer zu durchschauen. Kein Wunder also, dass gut zwei Drittel der Geflüchteten in NRW nur im Niedriglohnbereich beschäftigt sind.
Laut Arbeitslosenreport ist fast die Hälfte in Helferjobs tätig, mehr als jeder Fünfte in Leiharbeit. „Viele Flüchtlinge arbeiten deutlich unter ihren Möglichkeiten“, beobachtet Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann, der auch Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW ist. Er plädiert dafür, allen Flüchtlingen, die in Deutschland eine Arbeitserlaubnis erhalten, sofort alle nötigen berufsvorbereitenden und ausbildungsfördernden Hilfen zu geben.

Ausbildungsplatz, aber keine Arbeitserlaubnis
Das wünschen sich auch viele der rund 80 Betriebe, mit denen das Förderzentrum in Hagen und Umgebung zusammenarbeitet. Sie wollen in die Flüchtlinge als Fachkräfte von morgen investieren, scheitern aber an Asylverfahren und rigiden Aufenthaltsbestimmungen. Thomas Triglone, pädagogische Fachkraft im Hagener Förderzentrum, hat einen jungen Mann aus Guinea betreut, dem ein Dachdecker einen Ausbildungsvertrag anbot.
Doch die dafür nötige Arbeitserlaubnis wurde ihm von den Behörden verwehrt. „Während der Dauer einer Ausbildung hätte man ihn nicht nach Italien abschieben dürfen, wo er zuerst einen Asylantrag gestellt hatte“, vermutet Thomas Triglone. „Für einen Hilfsjob bei McDonalds hat er sie dann bekommen.“

Abschiebungen trotz Qualifizierung
Die acht Mitarbeiter des Förderzentrums können viele solcher Geschichten erzählen. Jahrelang verbessern Flüchtlinge ihre Deutschkenntnisse, holen Schulabschlüsse nach, machen Praktika und bekommen schließlich einen Arbeitsvertrag. Doch dann droht die Abschiebung. „Wir haben Flüchtlinge erlebt, die so verzweifelt waren, dass sie sich das Leben nehmen wollten“, erzählt Annette Jeschak. Manchmal hilft der kurze Draht des Förderzentrums zu Jobcenter und Arbeitsagentur, die bei den Ausländerbehörden intervenieren. Manchmal hilft der Weg zum Anwalt. Mamadou Diallo ist ihn gegangen, als sein Asylantrag abgelehnt wurde. Im August könnte er eine zweijährige Ausbildung in der Systemgastronomie machen, die ihn vor einer Abschiebung schützen würde.
„Für mich passt das alles nicht zusammen“, sagt Annette Jeschak. „Wir brauchen Fachkräfte und haben Flüchtlinge, die wir dafür qualifizieren können. Doch die Politik sorgt mit ihren rigiden Asylgesetzen dafür, dass viele hier keine Zukunft haben.“
Text und Fotos: Sabine Damaschke

Werkstattjahr / Aktivierung Pro

Erlangen vom Hauptschulabschluss nach Klasse 9 mit individueller Förderung

Die Maßnahme „Werkstattjahr “richtet sich an junge Menschen unter 18 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen einen komplexen Förderbedarf haben. Ziel ist, durch eine pädagogische Betreuung, die Jugendlichen in eine Ausbildung zu integrieren. Dabei wird dieses Ziel aus einer Verbindung zwischen Lernen und produktiver Arbeit verfolgt. Die Teilnehmer besuchen an zwei Tagen die Berufsschule, um den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 zu erreichen. In diesem Zusammenhang findet einmal pro Woche vor Ort beim Träger ein zusätzlicher Schultag statt, um Inhalte aus dem Unterricht zu vertiefen und Unsicherheiten in Bezug auf den Schulbesuch abbauen zu können.

An weiteren Tagen befinden sich die Teilnehmer in zwei verschiedenen Arbeitsbereichen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit zwischen dem Bereich der Hauswirtschaft, welcher neben der täglichen Zubereitung einer Mahlzeit, der Grundreinigung des Hauses, auch eine Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben darstellt und dem Maler- und Lackierer Bereich zu wählen, der durch die Arbeit an Malerkabinen, die handwerklichen Fähigkeiten der Teilnehmer fördert und das Durchhaltevermögen der Teilnehmer fordert. Neben den zwei Bereichen sind unter dem produktiven Ansatz auch ausgeweitete Betriebspraktika vorgesehen.

Ansprechpartner:

Frau Anna Lehmhaus

0 23 31 - 348 79 97

anna.lehmhaus@alz-gmbh.org