Diakonie Mark-Ruhr
Diakonie

Gruppenangebot hilft in Phase von Trauer und Verzweiflung


Hagen. Menschen die Trauern nicht alleine zu lassen, ihnen in ihrer schwierigen Lebensphase zu helfen. Das ist das Ziel der Trauergruppe, die der ambulante Hospizdienst DA-SEIN der Diakonie Mark-Ruhr jetzt wieder anbietet. „Ich bin dankbar für die Hilfe, die mir diese Gruppe gegeben hat“, berichtet Helga Franke, die sich zu Beginn dieses Jahres der Trauergruppe anschloss.

„Ich hatte eine naive Vorstellung von Trauer. Nachdem mein Mann verstorben ist, habe ich nach Unterstützung außerhalb des Familien- und Freundeskreises gesucht, da hat mich das Angebot von DA-SEIN angesprochen.“ Achtmal montags von 16.30 bis 18.30 Uhr bieten die Koordinatorinnen der Diakonie Mark-Ruhr die Trauergruppe in der Bergstr. 121 in Hagen an. „Wir geben jedem Treffen ein Thema, schauen aber auch immer auf die individuelle Situation“, erklärt Marita Schulz. „Jeder geht anders mit dem Thema ‚Abschied nehmen‘ um. Gemeinsam wollen wir aber auch nach vorne blicken und eine Lebensperspektive entwickeln. Wir schauen, wo die Ressourcen sind und was einem gut tut. “ Vor diesem Hintergrund  bietet die Diakonie Mark-Ruhr je nach Alter der Teilnehmer auch zwei Gruppen an. Maximal zehn Personen gehören einer Trauergruppe an. „Natürlich sprechen wir auch über Erinnerungen, uns geht es um ein ‚los lassen‘, aber gleichzeitig auch bewahren der positiven Momente“, so Marita Schulz. Dabei geht es auch um Spiritualität und die Frage, welches Bild jeder für sich vom Leben nach dem Tod hat. „Na-türlich spielt da auch die Frage nach dem Glauben eine Rolle, oft hadern Menschen in ihrer Trauer mit Gott.“ Ausdrücklich weisen die Koordinato-rinnen vom ambulanten Hospizdienst DA-SEIN darauf hin, dass die Trauergruppe nicht konfessionsgebunden ist und sich ebenso an Men-schen richtet, die nicht in einer Kirche sind.

Helga Franke hat die gegenseitige Akzeptanz und das Vertrauen unter-einander in der Gruppe geschätzt. „Das hat mir Halt und Kraft gegeben. So wie auch ich, hatten viele in ihrer Situation einen Tunnelblick.“ Die Trauergruppe spricht nicht nur Personen an, die ihren Partner verloren haben, sondern alle die, die um einen Menschen trauern, der ihnen in ihrem Leben viel bedeutet hat. Das erste Treffen der Trauergruppe findet am Montag, 11. September, statt. Wer Fragen dazu hat oder teilnehmen möchte, wird gebeten sich im Vorfeld unter 02331/ 3751199 zu melden. Die weiteren Termine: 29. September, 16. und 23. Oktober, 6. und 20. November sowie der 4. und 11. Dezember.