Diakonie Mark-Ruhr
Diakonie

Arbeit-Leben-Zukunft (ALZ) GmbH

Aktivierungshilfen für Jüngere

Die Aktivierungshilfe richtet sich an Ausbildung suchende Jugendliche und junge Erwachsene…

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Die Aktivierungshilfe richtet sich an Ausbildung suchende Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren mit unterschiedlichen Hemmnissen bezogen auf die beruflichen Perspektiven. Die Aktivierungshilfe der Arbeit-Leben-Zukunft GmbH findet im Auftrag des Jobcenter Hagen und in Kooperation mit dem Caritasverband Hagen und der Arbeit-Leben-Zukunft GmbH statt. Insgesamt können bis zu 40 Personen in der Maßnahme Aktivierungshilfe aufgenommen werden.

Ziel der Maßnahme ist die Heranführung an das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem durch fachpraktische Erprobung, begleitende Unterrichtseinheiten aber auch soziale Stärkung.
Innerhalb der Bietergemeinschaft wählen die Teilnehmer zwischen den nachfolgenden Projekten mit unterschiedlichen berufspraktischen Schwerpunkten:

Projekt I: „kitchen impossible“ 
Projekt II: „woodstock“
Projekt III: „Paint and Style“

Zusätzlich werden im Rahmen der Projekte Unterrichtseinheiten zur Stärkung von Basiskompetenzen, Bewerbungstraining sowie Sport- und Bewegungsangebote vorgehalten. Begleitete Praktikumsphasen bieten einen ersten Einblick in den beruflichen Alltag. Durch intensive sozialpädagogische Unterstützung erfahren die Teilnehmenden individuelle Hilfen zur Stabilisierung und Stärkung. Die Aktivierungshilfe findet in den Lehr- und Übungsräumen unserer Einrichtung in der Dödterstraße 10 (Elbershallen) statt.

Ansprechpartner:
Lidia Blottko
lidia.blottko@remove-this.alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 36736 17

Christiana Massny
christiana.massny@remove-this.alz-gmbh.org 

Tel.-Nr. 02331 - 36736 26

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Die Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) bieten jungen Auszubildenden, deren Ausbildungserfolg…

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Die Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) bieten jungen Auszubildenden, deren Ausbildungserfolg insbesondere durch Defizite im fachtheoretischen Bereich gefährdet ist, umfassende Hilfsangebote:

  • Lernberatung
  • Lernförderung
  • Erteilung von Fachunterricht in Kleingruppen oder Einzelförderung
  • an den individuellen Erfordernissen orientierte Lernangebote
  • Vorbereitung von Klausuren
  • Umfassendes Prüfungscoaching
  • Sozialpädagogische Beratung, Betreuung und Begleitung

Die Ausbildungsbegleitenden Hilfen werden nach Bedarfsklärung durch die Agentur für Arbeit  und dem Jobcenter Hagen finanziert. Eine umfassende Beratung erfolgt durch den Träger.

Ansprechpartner:
Tanja Jozefiak
tanja.jozefiak@alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 36736 14

Stefanie Schmidt
stefanie.schmidt@remove-this.alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 36736 19

Christopher Frank
christopher.frank@remove-this.alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 36736 18

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB / BvB Reha)

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) dient der Berufsorientierung...

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Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme für Jugendliche und junge Erwachsene mit spezifischem Förderbedarf (Lernbehinderung) bietet die Möglichkeit, die Aufnahme einer Ausbildung vorzubereiten oder eine geeignete Beschäftigung für sie zu finden. Dabei soll den Teilnehmern dazu verholfen werden, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich einer möglichen Berufswahl zu überprüfen und zu bewerten, um ihre Chancen zu erhöhen, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig einzugliedern.

Ansprechpartner:
Karin Stutenz
karin.stutenz@remove-this.alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331-34879 97

Lisa Stinner
Lisa.Stinner@remove-this.alz.gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 34832 02

 

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB / BvB Reha)

Die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme für Jugendliche und junge Erwachsene mit spezifischem Förderbedarf (Lernbehinderung) bietet die Möglichkeit, die Aufnahme einer Ausbildung vorzubereiten oder eine geeignete Beschäftigung für sie zu finden. Dabei soll den Teilnehmern dazu verholfen werden, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich einer möglichen Berufswahl zu überprüfen und zu bewerten, um ihre Chancen zu erhöhen, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig einzugliedern.

Überbetriebliche Berufsausbildung in integrativer Form (BaE integrativ)

Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligtenförderung…

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Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligtenförderung Berufsausbildung in  integrativer Form durch. Die Jugendberufshilfe bietet außerbetriebliche Berufsausbildungen in integrativer Form in folgenden Bereichen an:

  • Staatl. geprüfter Hauswirtschafter / staatl. geprüfte Hauswirtschafterin
  • Friseur / Friseurin
  • Die Ausbildung erfolgt in anerkannten Ausbildungswerkstätten des Trägers. Der Träger leistet darüber hinaus umfassende Fördermaßnahmen sowie die Koordination der Ausbildungs- und Förderprozesse

Zielgruppe:

  • Junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und aufgrund unterschiedlicher Benachteiligungen einen erschwerten Zugang zu Ausbildung und Arbeit haben.
  • Die Zuweisung erfolgt über die Agentur für Arbeit bzw. die Jobcenter

Die Angebote des Trägers umfassen insbesondere:

  • Qualifizierte Berufsausbildung
  • Modern und anspruchsvoll gestaltete Lernorte
  • Individuelle Lernförderung
  • Lernberatung
  • Sozialpädagogische Beratung, Betreuung und Begleitung
  • ausbildungsbegleitendes Bewerbungscoaching inkl. umfassender Praktika in regionalen Betrieben

Ziele der BaE integrativ sind vorrangig:

  • Übernahme in betriebliche Ausbildung
  • ein erfolgreicher Abschluss der Ausbildung
  • Vermittlung in den Arbeitsmarkt

Ansprechpartner:
Birgit Dabruck (Hauswirtschaft)
birgit.dabruck@remove-this.diakonie-mark-ruhr.de

Tel.-Nr. 02331 - 34845 88

Iris Weissenbacher (Frisör)
iris.weissenbacher@remove-this.alz-hmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 36736 21

Überbetriebliche Berufsausbildung in kooperativer Form (BaE kooperativ)

Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligten...

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Im Auftrag der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter führt der Träger im Rahmen der Benachteiligten- bzw. Rehabilitationsförderung gemeinsam mit regionalen Betrieben Berufsausbildungen in kooperativer Form durch. Die Jugendberufshilfe bietet außerbetriebliche Berufsausbildungen in kooperativer Form in folgenden Bereichen an:

  • Hotel und Gaststätten inkl. Koch/Köchin sowie Fachpraktiker/-in Küche
  • Hauswirtschaft / inkl. Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft
  • Garten- und Landschaftsbau, inkl. Fachpraktiker/-in Garten- und Landschaftsbau
  • Floristik
  • Kosmetik und Körperpflege
  • KFZ-Mechatroniker / Berufsfeld Elektrotechnik
  • Berufsfeld Metall (u.a. Metallbearbeiter, Metallbauer)
  • Farbe / Raum (u.a. Maler und Lackierer), inkl. Bau- Metallmaler
  • Berufsfeld: Wirtschaft und Verwaltung
  • Lager / Handel

Im Rahmen der Ausbildungskooperation erfolgt die fachpraktische Qualifizierung in einem regionalen Kooperationsbetrieb. Der Träger leistet umfassende Fördermaßnahmen sowie die Koordination der Ausbildungs- und Förderprozesse.

Zielgruppe:

  • Junge Erwachsene ohne berufliche Erstausbildung, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben und aufgrund unterschiedlicher Benachteiligungen einen erschwerten Zugang zu Ausbildung und Arbeit haben.
  • Die Zuweisung erfolgt über die Agentur für Arbeit bzw. die Jobcenter

Die Fördermaßnahmen des Trägers umfassen insbesondere:

  • Individuelle Lernförderung
  • Lernberatung
  • Sozialpädagogische Beratung, Betreuung und Begleitung
  • Coaching der Betriebe
  • passgenaues Bewerbungstraining

Ziele der Ausbildungskooperation sind vorrangig:

  • Übernahme in betriebliche Ausbildung
  • ein erfolgreicher Abschluss der Ausbildung
  • Vermittlung in den Arbeitsmarkt

Ansprechpartner:
Annette Jeschak
annette.jeschak@remove-this.alz-gmbh.org

Tel.-Nr. 02331 - 36736 12

Vergleichbare Einrichtung

Einrichtung der Beruflichen Rehabilitation im Sinne des § 35 SGB IX
 

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Die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn - Hagen gem. GmbH ist anerkannte Einrichtung der beruflichen Rehabilitation im Sinne des § 35 SGB IX. Junge Menschen mit Behinderung können hier im Rahmen der Berufsvorbereitung ihre Talente und Möglichkeiten entdecken;  in qualifizierten Berufsausbildungen erzielen sie einen anerkannten Abschluss. Sämtliche Angebote orientieren sich an den persönlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden.

Ausbildungen bieten wir in den Bereichen:

  • Fachpraktiker/-in Hauswirtschaft
  • Fachpraktiker/-in Küche
  • Friseur / Friseurin
  • Fachpraktika für personenbezogene Dienstleistungen

In der Lernförderung beraten qualifizierte Lehrer die Teilnehmenden individuell und entwickeln gemeinsam mit diesen ein passendes Angebot. Der Förderunterricht:

  • hilft Lernschwächen auszugleichen (individuelle Förderung bei Lese- und Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie u.a.)
  • zeigt Wege, wie man wirkungsvoll lernt
  • leistet Unterstützung bei der Fachtheorie
  • bietet eine intensive Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Prüfungen
  • zeigt Wege, wie man Prüfungsangst abbaut

Sozialpädagogische Betreuung

Sozialpädagoginnen und -pädagogen beraten und begleiten die Teilnehmenden bei ihrer beruflichen Orientierung oder Ausbildung. Aufgaben und Angebote der sozialpädagogischen Betreuung sind insbesondere

  • Erstellung eines individuellen Qualifizierungsplanes zusammen mit den Teilnehmenden
  • Bündelung der Hilfsangebote
  • Unterstützung bei persönlichen Problemen
  • Hilfen bei der Bewältigung von Krisensituationen
  • Hilfen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen
  • Beratung von Betrieben bei der Gestaltung barrierefreier Ausbildungs- und Arbeitsplätze

Der medizinische Dienst des Trägers sowie psychologische Fachkräfte  ergänzen das Team der beruflichen Rehabilitation und stärken die ganzheitliche Förderung der Teilnehmenden. Der medizinische Dienst unterstützt Team und Teilnehmende durch rehabilitationsmedizinische Angebote, u.a.:

  • ergänzende, reha-medizinische Bewertung der Ausbildungsfähigkeit
  • Analyse der individuellen Leistungsfähigkeit bzw. Belastbarkeit
  • ergänzende reha-medizinische Eignungsprognose
  • unterstützende Befundkontrollen

Der Psychologische Dienst erweitert das Angebot der pädagogischen Fachkräfte insbesondere durch:

  • vertiefende Gesprächsangebote
  • Analyse der individuellen Belastbarkeit in der Arbeitswelt
  • Kriseninterventionen und Einleitung von externen Unterstützungsleitungen (z.B. Therapien)
  • systematisches Coaching der Fachkräfte des Trägers
  • Supervision von Förder- und Bildungsprozessen der beruflichen Rehabilitation.

Die Zuweisung zu allen Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation erfolgt über den zuständigen Reha-Berater / die zuständige Reha-Beraterin der ortsansässigen Agentur für Arbeit.

Ansprechpartner:
Frau Dabruck
birgit.dabruck@remove-this.diakonie-online.org

Tel.-Nr. 02331 - 34845 88

Barbara Lange
barbara.lange@remove-this.diakonie-online.org

Tel.-Nr. 02331 - 36736 23

Menschlichkeit als prägendes Element der Zusammenarbeit

Der Arbeitsmarkt ist für Jugendliche ohne Schulabschluss extrem hart. Eine Ausbildung zu finden, ist oft sehr schwer und durch die Corona-Pandemie sinken die Chancen weiter. Die Arbeit-Leben-Zukunft GmbH (ALZ) hält mit außerbetrieblichen Ausbildungsprogrammen dagegen. Dabei entstehen oft beeindruckende Erfolgsgeschichten.

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Als Janina volljährig wurde, sah ihre Zukunft nicht gerade rosig aus. „Ich bin nie gerne in die Schule gegangen“, sagt die Hagenerin. Das Lernen fiel ihr schwer, sie schwänzte häufig den Unterricht und stand dann mit 18 Jahren ohne Schulabschluss da: Eine Situation, die viele Jugendliche in die Sackgasse der Arbeitslosigkeit führt. Doch Janina hatte Glück. Sie bekam die Chance, eine außerbetriebliche Ausbildung (BaE) bei der ALZ zu machen. Zunächst hatte die junge Frau die Möglichkeit zu einem einwöchigen Praktikum bei einem Kooperationsbetrieb der ALZ. „Ich hatte nie daran gedacht, Friseurin zu werden. Aber schon nach zwei Tagen Praktikum wusste ich, dass ich das machen will", erzählt die heute 21-Jährige.

Mit einem Fragebogen hat sich die ALZ an alle jungen Menschen, die sich derzeit über die ALZ in der Ausbildung befinden, mit folgenden Fragen gewandt: Was bedeutet der Begriff „Menschlichkeit“ für Sie? Welches Handeln verbinden Sie mit dem Begriff „Menschlichkeit“? Welche Bedeutung erfährt der Begriff Menschlichkeit für Sie, wenn Sie an ihre Maßnahme bzw. Ausbildung denken? Welche Wünsche und Gedanken haben Sie, wenn Sie über die Zukunft und den Begriff „Menschlichkeit“ nachdenken?

„Wir wollten wissen, was die Jugendlichen, mit denen wir tagtäglich zusammenarbeiten, mit dem Begriff der Menschlichkeit verbinden, wir wollten wissen, wie –und ob- Menschlichkeit mit all ihren Facetten eben diese Zusammenarbeit prägt“, berichtet Geschäftsführerin Annette Jeschak.

Die Rückmeldungen der jungen Menschen waren vielfältig, anregend, klug; sie haben uns aufgezeigt, wie Menschlichkeit im Alltag in den kleinen Dingen sichtbar werden kann, aufgezeigt, wie mehr Menschlichkeit und Achtsamkeit möglich werden und uns verdeutlicht, wie aktuell und zukunftsweisend die Auseinandersetzung mit all den Schattierungen und Farben des Begriffes „Menschlichkeit“ ist.

Und hier die Statements der jungen Menschen:

Kiara B.
Menschlichkeit bedeutet für mich Respekt vor jedem Mitmenschen zu haben, anderen zu helfen, ohne zuerst an sich selbst zu denken, die Gefühle anderer verstehen und wertzuschätzen. Jedoch wünsche ich mir generell mehr Menschlichkeit. Heutzutage wird zu viel ignoriert, wie z.B. bei Themen wie Alltagsrassismus und Mobbing. Respekt, Hilfe und andere verstehen zu können ist für mich ganz wichtig, wenn ich über Menschlichkeit nachdenke. Das gilt im Privatleben, sowie im Praktikum, in der Ausbildung und im Beruf. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ wird uns geholfen, unser Leben besser in den Griff zu kriegen und einen Beruf, ein Praktikum und co. zu bekommen. Ich fühle mich hier sehr gut behandelt, ich kann über alles sprechen und mich Menschen, die ich nicht gut kenne, anvertrauen, ohne Angst zu haben. Hier helfen sich alle auch untereinander. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich Menschen nicht so ignorieren und auch auf andere Acht geben, jeder sollte jeden so behandeln, wie man selbst behandelt werden will.

Vanessa N.
Menschlichkeit bedeutet für mich Hilfe zu geben, an jemanden, der sie benötigt, respektvoll mit Menschen umzugehen, für Menschen da zu sein, wenn sie Gesprächsbedarf haben und jeden Menschen gleich zu behandeln, egal woher er/sie kommt oder welcher Religion er/sie angehört. Respekt, Akzeptanz, Freundlichkeit, Höflichkeit, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und ein höfliches Miteinander bilden für mich Grundbegriffe der Menschlichkeit. Menschliches Handeln bedeutet jeden Menschen gleich zu behandeln, egal ob homosexuell, schwarz, weiß, hetero, Mädchen oder Junge, denn wir alle sind Menschen, die es verdient haben so behandelt zu werden, wie wir es wollen! Menschlichkeit im Praktikum, in der Ausbildung und im Beruf bedeutet für mich Unterstützung auf allen Ebenen, Nachhilfe geben, wenn sie jemand benötigt, bei schweren „Transporten“ helfen und nicht nur zugucken, die Türaufzuhalten besonders bei älteren Mitmenschen, wenn man kann zu teilen, letztlich alle gleich behandeln. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ bekommt man Hilfe und Rat, wenn man es braucht, die MitarbeiterInnen hören auch bei Kleinigkeiten zu, es gibt kein Mobbing und jeder wird gleichbehandelt. Man kommt auf neue TeilnehmerInnen zu und integriert sie in die Gruppe. Hier werde ich respektvoll und freundlich behandelt. Ich bekomme Hilfe, wenn ich sie brauche und man hört mir zu bei Problemen. Hier erfahre ich Respekt, Freundlichkeit und Gemeinschaft. Sie helfen mir persönlich meine Ausbildung wieder anfangen zu können, dadurch fühle ich mich nicht so alleine gelassen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass irgendwann jeder gleichbehandelt wird und dass es keine Kriege mehr gibt. Dass Homosexuelle akzeptiert werden und „Ausländer“ sich wohlfühlen können.

Angelina Celine P.
Menschlichkeit bedeutet für mich respektvolles Verhalten, das man gut zu anderen Menschen ist, da man auch selbst nett behandelt werden möchte. Man sollte keine Dinge tun, die andere verletzen! Man sollte rücksichtsvoll miteinander umgehen. Respekt, Freundlichkeit, Rücksicht und die Hilfe untereinander sind mir sehr wichtig! Wenn es geht, sollte man sich immer untereinander unterstützen. Im Praktikum, in der Ausbildung oder im Beruf sollte man sich genauso unterstützen und respektvoll miteinander umgehen. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ werde ich immer unterstützt und beraten. Ich fühle mich hier sehr gut behandelt, weil man nicht nach seiner Vergangenheit beurteilt und verurteilt wird! Für die Zukunft wünsche ich mir, dass jeder Mensch respektiert wird, egal welcher Herkunft, ich wünsche mir Gleichberechtigung und dass weniger Hass verbreitet wird.

Madalena S.
Menschlichkeit bedeutet für mich Respekt untereinander und für alle Menschen, man sollte immer höflich zueinander sein und immer hilfsbereit sein, damit sich alle Menschen helfen, wenn sie Hilfe benötigen, so ist immer jemand für einen da, wenn man jemanden braucht. Respekt und Hilfsbereitschaft sind sehr wichtig! Wir in der Küche gehen untereinander alle sehr respektvoll miteinander um und helfen uns immer überall. Ich glaube so muss es aber überall sein, in jedem Praktikum, in jeder Ausbildung und in jedem Beruf, damit sich jeder wohlfühlt. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ kann man allen vertrauen, hier sind alle immer hilfsbereit und man kann viel über seinen Job aber auch für das Leben lernen. Hier darf jeder so sein wie man ist und niemand macht sich lustig über andere Personen, auch wenn man mal Fehler macht! Das ist sehr schön. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass es mehr Respekt geben sollte, und dass jeder Mensch akzeptiert wird, egal wie man ist, dass man höflicher zueinander sein sollte und man überall unterstützt wird und auch andere unterstützt, wenn sie Hilfe brauchen.

Alexander K.
Menschlichkeit bedeutet für mich Unvoreingenommenheit. Mit Menschlichkeit verbinde ich Nächstenliebe und Offenheit. Wichtig ist mir ein respektvoller Umgang, ohne in Stereotypen zu denken, ohne Religions,- oder Geschlechterdiskriminierung. Im Praktikum, Beruf und Ausbildung gilt dies auch, doch vor Allem in den Einzelgesprächen merkt man oft, dass sich da jemand für einen interessiert, das bedeutet für mich Menschlichkeit. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ fühle ich mich menschlich behandelt, weil jeder hier gleichbehandelt wird, eben als Mensch. Dies fällt vor Allem im Kontakt mit anderen auf. Wir haben alle verschiedene Ziele und trotzdem wird jedem geholfen. Hier werden Menschen gefördert, die den Glauben an die Menschheit verloren haben. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass Menschlichkeit wieder einen größeren Platz in unserer Gesellschaft einnimmt.

Mariah S.
Menschlichkeit bedeutet für mich, dass jeder Mensch so leben kann, wie man das für sich selbst möchte, dass jeder Mensch mal Fehler machen darf, aber es danach auch bereut, dass man sich gegenseitig hilft, auch bei schwierigen Sachen. (…) Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ und im Salon finde ich es sehr schön, dass man sich gegenseitig hilft. Man fühlt sich immer respektvoll behandelt und es sind alle ehrlich zu einem. Ehrlichkeit und Treue sind hier ganz wichtig. Egal was ist, alle versuchen zu helfen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass das überall so ist und ich vielleicht durch diese Zeit gelernt habe das in der Zukunft genauso zu tun und vielleicht sogar weitergeben zu können.

Derya-Lea M.
Menschlichkeit bedeutet für mich in erster Linie, dass man zueinander nett ist. Höflicher und respektvoller Umgang gegenüber den Anderen finde ich sehr wichtig, wenn man über menschliches Handeln nachdenkt. Wenn ich an die „Arbeit-Leben-Zukunft“ denke ist es genauso. Alle sind nett, sehr höflich und freundlich! Ich habe mich hier von Anfang an sehr wohlgefühlt! Alle arbeiten gerne zusammen, auch wenn es mal Streit gibt, hat jeder ein offenes Ohr! Hier wurde mir schon geholfen einen Praktikumsplatz zu finden. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass alles so klappt, wie ich es mir wünsche, sprich Praktikum, Ausbildung und Beruf.

Chris Enrico K.
Menschlichkeit bedeutet für mich Freundlichkeit gegenüber anderen Menschen, dass man respektvoll miteinander umgeht und sich vertrauen kann. Man sollte mit anderen reden können, ohne sich Sorgen machen zu müssen und jeden Menschen so nehmen wie er/sie ist. Respekt und Freundlichkeit sind also sehr wichtige Begriffe, wenn man über Menschlichkeit nachdenkt! Auch im Praktikum, in der Ausbildung und im Beruf ist das ganz wichtig! Auch wenn es mal schwierig ist sollte man immer zusammenhalten, denn es kommen immer wieder schwierige Situation. Wenn man dann den Respekt verliert, wird es schwierig. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ kann man sich jedem anvertrauen, wenn man Hilfe braucht bekommt man sie, es wird respektvoll miteinander umgegangen, wenn man mit der „Arbeit-Leben-Zukunft“ in den Urlaub fährt, behandeln die dich wie einen Freund und man hat immer Freiraum, wenn man ihn braucht. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass alle Menschen respektvoller miteinander umgehen und jede Person so nehmen, wie sie ist.

Kubilay A.
Menschlichkeit bedeutet für mich Menschen zu helfen, die es gerade benötigen. Man sollte freundlich sein, sich gegenseitig helfen und verstehen. Menschliches Handeln heißt, dass man andere so behandelt, wie man selbst behandelt werden will. Im Praktikum, in der Ausbildung oder im Beruf sollte man immer über alles reden können. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ sind alle sehr nett und entgegenkommend, die helfen, wo sie können. Hier kann ich immer über meine Sorgen und Probleme reden. Die nehmen sich immer Zeit und sind hilfsbereit. Ich finde es sehr schön hier, weil man sich nie Sorgen machen muss etwas falsch zu machen. Für die Zukunft wünsche ich mir durch die „Arbeit-Leben-Zukunft“ die nächsten Schritte zu gehen und ich wünsche mir, dass sich alle Menschen immer gegenseitig helfen, wenn jemand Hilfe benötigt.

Kimeta B.
Menschlichkeit bedeutet für mich, wenn man zum Beispiel einem Obdachlosen sein letztes Geld gibt. Man muss sich gegenseitig verstehen und auch andere respektieren. Wenn man nicht nur sich selbst sieht, sondern auch andere Menschen respektiert, wie sie sind handelt man bereits menschlich, deswegen ist respektvolles Verhalten sehr wichtig. Das muss man genau so machen im Beruf, in einem Praktikum und in der Ausbildung. Die „Arbeit-Leben-Zukunft“ versucht den TeilnehmerInnen zu helfen, z.B. eine Wohnung zu finden, ein Praktikum oder Ausbildungsplatz zu bekommen. Auch wenn es einem schlecht geht, oder man nicht gut drauf ist darf man immer mit jedem reden, die finden immer einen Weg. Ich fühle mich hier sehr menschlich behandelt, weil niemand für etwas verurteilt wird. Für die Zukunft wünsche ich mir meine eigene Zukunft aufzubauen und dass sich alle Menschen so respektieren, wie sie sind.

Senure T.
Menschlichkeit bedeutet für mich Freundlichkeit und ein respektvoller Umgang untereinander, dass man sich selbst klar machen sollte, dass jeder Mensch mal Fehler machen kann. Freundlichkeit, Respekt und Verzeihen können spielen eine große Rolle. So sollte es auch im Salon, aber auch generell im Praktikum, in der Ausbildung, im Beruf und im Privatleben sein. Bei der „Arbeit-Leben-Zukunft“ kommt man miteinander klar und man hilft sich gegenseitig. Das sorgt dafür, dass ich mich hier sehr wohl fühle. Im Salon können wir über alles reden und man fühlt sich sehr persönlich verstanden. Es ist eine sehr warme Atmosphäre und auch wenn es mal Streit gibt kann man über alles reden. Man ist über die Zeit total zusammengewachsen. Neben der Ausbildung können wir auch mit allen anderen Dingen untereinander über alles sprechen. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Freundlichkeit unter den Menschen und mehr Verständnis für andere Menschen in allen Gesellschaften, egal wann wie, wer und wo.

 

Wie Schulabbrecher Karriere machen

Hagen. Der Arbeitsmarkt ist für Jugendliche ohne Schulabschluss extrem hart. Eine Ausbildung zu finden, ist oft sehr schwer und durch die Corona-Pandemie sinken die Chancen weiter.

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Diakonische Träger halten mit außerbetrieblichen Ausbildungsprogrammen dagegen. Dabei entstehen oft beeindruckende Erfolgsgeschichten. Wie bei der Arbeit-Leben-Zukunft GmbH, einer Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr.

Als Janina volljährig wurde, sah ihre Zukunft nicht gerade rosig aus. "Ich bin nie gerne in die Schule gegangen", sagt die Hagenerin. Das Lernen fiel ihr schwer, sie schwänzte häufig den Unterricht und stand dann mit 18 Jahren ohne Schulabschluss da: Eine Situation, die viele Jugendliche in die Sackgasse der Arbeitslosigkeit führt. Doch Janina hatte Glück. Sie bekam die Chance, eine außerbetriebliche Ausbildung (BaE) bei der Bildungsfirma Arbeit-Leben-Zukunft (ALZ) zu machen. Zunächst hatte die junge Frau die Möglichkeit zu einem einwöchigen Praktikum bei einem Kooperationsbetrieb der ALZ. "Ich hatte nie daran gedacht, Friseurin zu werden. Aber schon nach zwei Tagen Praktikum wusste ich, dass ich das machen will", erzählt die heute 21-Jährige.

Knapp drei Jahre später steht Janina nun kurz vor ihrer Gesellenprüfung als Friseurin: "Alleine hätte ich es nie so weit gebracht". Zusätzlich zur Berufsschule erhielt sie an einem Nachmittag pro Woche Förderunterricht bei der Jugendhilfe. Hinzu kam ein intensives Einzelcoaching, wann immer Janina es brauchte. "Darum beneiden mich andere Azubis", weiß Janina.

Annette Jeschak, Geschäftsführerin der Arbeit-Leben-Zukunft (ALZ) GmbH, einer Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr kennt viele solcher ermutigenden Geschichten. "Unsere Erfolgsquote ist hoch." Rund 85 Prozent der Jugendlichen, die bei der Jugendhilfe eine außerbetriebliche Ausbildung machen, bestehen ihre Abschlussprüfungen. "Ein bis zwei Jahre nach Beendigung der Ausbildung haben 90 Prozent einen festen Job", sagt Jeschak.

Auch die Evangelische Jugendhilfe Schweicheln macht als Träger der kooperativen außerbetrieblichen Ausbildung ähnlich gute Erfahrungen. "Mehr als 80 Prozent der Azubis absolvieren am Ende erfolgreich ihre Prüfungen im ersten Anlauf, alle anderen schaffen es im zweiten Anlauf", sagt Bereichsleiter Christian Klöpper.

Und das, obwohl die Voraussetzungen vieler Jugendlicher denkbar schlecht sind, wenn sie in die außerbetriebliche Ausbildung starten. "Viele haben eine problematische Schulbiografie", betont Jeschak. Oft haben sie ? so wie Janina ? keinen Schulabschluss. Häufig kommen auch Sprachschwierigkeiten hinzu. "Andere haben durchaus einen qualifizierten Schulabschluss, psychische Besonderheiten verstellen aber den Zugang zu einer tragfähigen Anschlussperspektive."

Die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter weisen die Teilnehmenden des Programms den Trägern zu. Zu Beginn werden sie zu einem ersten Gespräch mit den Sozialarbeitern der Jugendhilfe und ? falls es schon einen Berufswunsch gibt ? mit den Lehrkräften eingeladen. Anschließend wird ein Kooperationsbetrieb gesucht. Einige der Jugendlichen haben bereits Kontakt zu einem Betrieb, der bereit ist, diese Rolle zu übernehmen. Das Besondere bei der Ausbildung: Die Azubis sind nicht bei den Unternehmen angestellt. Den Ausbildungsvertrag schließen sie stattdessen mit dem Träger ab. Der Kooperationsbetrieb übernimmt die fachpraktische Ausbildung.

Die Arbeit-Leben-Zukunft GmbH bildet derzeit 112 Azubis in unterschiedlichen Berufen aus. Neben Friseur-Lehrlingen sind unter den Azubis angehende Hauswirtschafter, Industriemechanikerinnen, Köche, Landschaftsgärtner, Mediengestalterinnen, Verwaltungsangestellte, Verkäufer oder Logistik-Facharbeiterinnen. Die Jugendlichen bekommen bei der außerbetrieblichen Ausbildung intensiven Förderunterricht in Gruppen oder teilweise auch einzeln. Besonders unterstützt werden sie vor den Prüfungen. Hinzu kommt die sozialpädagogische Betreuung. "Wir vermitteln zum Beispiel, wenn es Schwierigkeiten im Betrieb gibt", sagt Jeschak. Bei privaten oder persönlichen Problemen der Jugendlichen, bieten die Sozialpädagogen Hausbesuche oder Einzelgespräche an. Teilweise werde auch an entsprechende Beratungsstellen weitervermittelt.

Annette Jeschak erlebt immer wieder, dass sich dieser Einsatz für die Jugendlichen lohnt. "Manchmal ist es wie ein kleines Wunder." Da sei etwa der junge Mann aus einem schwierigen Elternhaus, der teilweise im Heim aufwuchs und ohne Schulabschluss von der Förderschule kam. Bei der Arbeit-Leben-Zukunft absolvierte er erfolgreich eine Ausbildung zum Friseur. Später machte er sogar noch seinen Meister. "Heute hat er ein florierendes Friseurgeschäft", erzählt Jeschak.

Viele Jugendliche, die in ihrer Schullaufbahn nur Misserfolge hatten, entwickelten in der Ausbildung auch erstaunliche Willenskraft, beobachtet die Geschäftsführerin der Arbeit-Leben-Zukunft GmbH. Da sei etwa die schwangere Auszubildende, die ihre theoretische Prüfung zur Köchin unbedingt noch vor der Geburt ihres Kindes schaffen wollte. "Sie fuhr dann gleich nach der Prüfung in den Kreißsaal. Nur wenige Wochen nach der Geburt schaffte sie dann auch noch ihre praktische Prüfung."

Die kooperative BaE ist nur eine von mehreren Möglichkeiten für Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, auf dem ersten Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Die Evangelische Jugendhilfe Schweicheln bietet daneben unter anderem auch die integrative BaE an. Dabei werden die Jugendlichen in den eigenen Werkstätten als Gärtnerinnen, Metallbauerinnen, Tischler, Hauswirtschafter und Malerinnen ausgebildet. Darüber hinaus vermittelt die Evangelische Jugendhilfe Schweicheln auch Plätze im Rahmen des Ausbildungsprogramms NRW. Die Jugendlichen schließen dann einen Vertrag mit einem Betrieb ab, der diesen Ausbildungsplatz jedoch zusätzlich anbietet und dafür eine monatliche Förderung von 300 Euro vom Land erhält. Die Azubis bekommen von der Jugendhilfe Förderunterricht sowie Unterstützung durch einen Jobcoach.

Im Zuge der Corona-Krise und der schrumpfenden Wirtschaft rechnen die Träger damit, dass ihre Hilfen zur beruflichen Integration von Jugendlichen stärker nachgefragt werden. Die Jugendhilfe Schweicheln hat von den Akteuren auf dem Arbeitsmarkt bereits Signale erhalten, dass die Zahl der Ausbildungsplätze im Kreis Herford sinken wird. Die berufsintegrierenden Programme seien allerdings so angelegt, dass in Zusammenarbeit mit den Auftraggebern bis zu 30 Prozent mehr Plätze angeboten werden können, erklärt Klöpper. "Wir sind so aufgestellt, dass wir das umsetzen können."

Auch Annette Jeschak rechnet damit, dass in diesem Jahr Jugendliche mit schwieriger Biographie noch mehr Probleme haben werden, eine Ausbildung zu finden. Im Juni sind schon deutlich mehr Bewerbungen von Jugendlichen auf dem Tisch der Geschäftsführerin gelandet als in vorangegangenen Jahren. "Es ist in diesem Jahr wirklich besonders wichtig, dass jungen Menschen Perspektiven geboten werden", betont sie.

Janina ist ein Beispiel dafür, wie das gelingen kann. Die junge Frau hat dank ihrer außerbetrieblichen Ausbildung gute Zukunftsaussichten. Der Kooperationsbetrieb hat ihr bereits eine feste Stelle in einer Filiale zugesagt. Jetzt muss die junge Frau nur noch ihre Gesellenprüfung bestehen. Sie ist zuversichtlich: "Ich glaube, dass ich das schaffen werde. Ich bekomme wirklich gute Unterstützung."

Text: Claudia Rometsch (www.diakonie-rwl.de)

Flüchtlinge als Fachkraft statt Hilfsarbeiter

In Guinea hat Mamadou Diallo schon als Bäcker und Taxifahrer gearbeitet. In Deutschland würde der 20-jährige Flüchtling gerne einen qualifizierten Beruf ausüben.

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Doch der Weg zur Fachkraft ist so beschwerlich, dass zwei Drittel der Geflüchteten in NRW in Helferjobs landet. Das kritisiert der Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW aus Anlass des morgigen „Welttages des Flüchtlings“.

Qualifizierung und Bildung“ steht in großen Lettern über der Eingangstür, die Mamadou Diallo jeden Tag öffnet. Das Motto ist für den 20-jährigen Flüchtling aus Guinea Programm: In der ehemaligen Eckkneipe verbessert er sein Deutsch, paukt Mathematik, schreibt Bewerbungen, holt sich Hilfe für Behördengänge und Anträge. In den Pausen kocht und kickert er mit anderen jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren. Das Förderzentrum für junge Flüchtlinge, das die Arbeit- Leben- Zukunft Hagen der Diakonie gemeinsam mit Caritas und AWO betreut, ist für Mamadou Diallo zu einer zweiten Heimat geworden. Hier qualifiziert und bildet er sich für den deutschen Arbeitsmarkt. Seine Chancen auf einen Job stehen tatsächlich gut. Die Zahl der versicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlinge hat sich in Nordrhein-Westfalen von März 2015 bis September 2018 mehr als vervierfacht und lag schließlich bei rund 60.000. Das belegt der neue Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW.

Ohne Ausbildung kein guter Job
Doch die Hürden, einen Job als Fachkraft zu finden, sind nach wie vor hoch und der Weg dorthin ist lang. „Als ich vor zwei Jahren nach Deutschland kam, wusste ich nicht, was eine Ausbildung überhaupt ist“, erzählt Mamadou Diallo. „Und dass man sie braucht, wenn man hier eine gute Arbeit haben möchte.“ In Guinea ist er nicht lange zur Schule gegangen, hat stattdessen als Bäcker und Taxifahrer gearbeitet.
Einen Anspruch auf einen Integrationskurs hatte Mamadou Diallo nicht, weil er aus einem sogenannten „sicheren Herkunftsland“ kommt. Doch er spricht fließend Französisch und Englisch und hat seine Deutschkenntnisse mit Hilfe des Sprachunterrichts im Förderzentrum deutlich verbessert.

Viel Förderung nötig
Wie viel Förderung und gute Begleitung nötig ist, um junge Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit zu bringen, erlebt das achtköpfige Team des Förderzentrums jeden Tag. Rund 250 Geflüchtete unter 25 Jahren hat es seit seiner Gründung vor drei Jahren im Auftrag von Jobcenter und Arbeitsagentur betreut, 54 Prozent von ihnen sind auf den Arbeitsmarkt vermittelt, holten Schulabschlüsse nach oder nahmen an anderen Bildungsmaßnahmen teil.
„Wir machen allen Mut, sich für eine Ausbildung zu entscheiden“, erklärt Projektleiterin Annette Jeschak von der Evangelischen Jugendhilfe Hagen. Zumal es durchaus spezielle Fördermaßnahmen wie Einstiegsqualifizierungen, ausbildungsbegleitende Hilfen oder eine assistierte Ausbildung mit Jobcoach gibt. Sie helfen den Flüchtlingen, sprachliche und kulturelle Hürden in der Berufsschule und am Arbeitsplatz zu nehmen.
Komplexe rechtliche Regelungen

„Diese Programme bringen viel, kosten aber Zeit und Durchhaltevermögen“, betont Annette Jeschak. Und nicht jeder Flüchtling hat einen Anspruch darauf. Die rechtlichen Regelungen der Arbeits- und Ausbildungsförderung sind komplex und oft schwer zu durchschauen. Kein Wunder also, dass gut zwei Drittel der Geflüchteten in NRW nur im Niedriglohnbereich beschäftigt sind.
Laut Arbeitslosenreport ist fast die Hälfte in Helferjobs tätig, mehr als jeder Fünfte in Leiharbeit. „Viele Flüchtlinge arbeiten deutlich unter ihren Möglichkeiten“, beobachtet Diakonie RWL-Vorstand Christian Heine-Göttelmann, der auch Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW ist. Er plädiert dafür, allen Flüchtlingen, die in Deutschland eine Arbeitserlaubnis erhalten, sofort alle nötigen berufsvorbereitenden und ausbildungsfördernden Hilfen zu geben.

Ausbildungsplatz, aber keine Arbeitserlaubnis
Das wünschen sich auch viele der rund 80 Betriebe, mit denen das Förderzentrum in Hagen und Umgebung zusammenarbeitet. Sie wollen in die Flüchtlinge als Fachkräfte von morgen investieren, scheitern aber an Asylverfahren und rigiden Aufenthaltsbestimmungen. Thomas Triglone, pädagogische Fachkraft im Hagener Förderzentrum, hat einen jungen Mann aus Guinea betreut, dem ein Dachdecker einen Ausbildungsvertrag anbot.
Doch die dafür nötige Arbeitserlaubnis wurde ihm von den Behörden verwehrt. „Während der Dauer einer Ausbildung hätte man ihn nicht nach Italien abschieben dürfen, wo er zuerst einen Asylantrag gestellt hatte“, vermutet Thomas Triglone. „Für einen Hilfsjob bei McDonalds hat er sie dann bekommen.“

Abschiebungen trotz Qualifizierung
Die acht Mitarbeiter des Förderzentrums können viele solcher Geschichten erzählen. Jahrelang verbessern Flüchtlinge ihre Deutschkenntnisse, holen Schulabschlüsse nach, machen Praktika und bekommen schließlich einen Arbeitsvertrag. Doch dann droht die Abschiebung. „Wir haben Flüchtlinge erlebt, die so verzweifelt waren, dass sie sich das Leben nehmen wollten“, erzählt Annette Jeschak. Manchmal hilft der kurze Draht des Förderzentrums zu Jobcenter und Arbeitsagentur, die bei den Ausländerbehörden intervenieren. Manchmal hilft der Weg zum Anwalt. Mamadou Diallo ist ihn gegangen, als sein Asylantrag abgelehnt wurde. Im August könnte er eine zweijährige Ausbildung in der Systemgastronomie machen, die ihn vor einer Abschiebung schützen würde.
„Für mich passt das alles nicht zusammen“, sagt Annette Jeschak. „Wir brauchen Fachkräfte und haben Flüchtlinge, die wir dafür qualifizieren können. Doch die Politik sorgt mit ihren rigiden Asylgesetzen dafür, dass viele hier keine Zukunft haben.“
Text und Fotos: Sabine Damaschke

Werkstattjahr / Aktivierung Pro

Erlangen vom Hauptschulabschluss nach Klasse 9 mit individueller Förderung

Die Maßnahme „Werkstattjahr“ richtet sich an junge Menschen unter 18 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen einen komplexen Förderbedarf haben. Ziel ist, durch eine pädagogische Betreuung, die Jugendlichen in eine Ausbildung zu integrieren. Dabei wird dieses Ziel aus einer Verbindung zwischen Lernen und produktiver Arbeit verfolgt.

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Die Teilnehmer besuchen an zwei Tagen die Berufsschule, um den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 zu erreichen. In diesem Zusammenhang findet einmal pro Woche vor Ort beim Träger ein zusätzlicher Schultag statt, um Inhalte aus dem Unterricht zu vertiefen und Unsicherheiten in Bezug auf den Schulbesuch abbauen zu können.

An weiteren Tagen befinden sich die Teilnehmer in zwei verschiedenen Arbeitsbereichen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit zwischen dem Bereich der Hauswirtschaft, welcher neben der täglichen Zubereitung einer Mahlzeit, der Grundreinigung des Hauses, auch eine Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben darstellt und dem Maler- und Lackierer Bereich zu wählen, der durch die Arbeit an Malerkabinen, die handwerklichen Fähigkeiten der Teilnehmer fördert und das Durchhaltevermögen der Teilnehmer fordert. Neben den zwei Bereichen sind unter dem produktiven Ansatz auch ausgeweitete Betriebspraktika vorgesehen.

Ansprechpartner:

Frau Anna Lehmhaus

0 23 31 - 348 79 97

anna.lehmhaus@alz-gmbh.org