Diakonie Mark-Ruhr
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250 Jahre Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen – Jubiläumsjahr 2026 mit vielfältigem Programm


Hagen. / Iserlohn. Die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen (EJH), eine Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr, blickt im Jahr 2026 auf ihr 250-jähriges Bestehen zurück. Was 1776 als Waisenhaus begann, ist heute eine moderne Jugendhilfeorganisation mit vielfältigen Angeboten und Hilfeangeboten für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien. Dieses besondere Jubiläum nimmt die EJH zum Anlass, ein ganzes Jahr lang Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Jugendhilfe sichtbar zu machen – gemeinsam mit der Stadtgesellschaft, Fachöffentlichkeit und vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.

Geplant ist ein umfangreiches und vielfältiges Jubiläumsprogramm: Herzstück ist die Sonderausstellung „Vom Waisenhaus zur Jugendhilfe – 250 Jahre Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen“, die vom 16. Januar bis 14. Juni 2026 im Stadtmuseum Iserlohn gezeigt wird. Sie beleuchtet die Entstehung und Entwicklung der Einrichtung und ordnet diese in gesellschaftliche und fachliche Zusammenhänge ein. Prof. Dr. Holger Wendelin von der Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe blickt flankierend dazu in einer umfangreichen, wissenschaftlichen Chronik zum Jubiläum („250 Jahre Heimerziehung – Die Geschichte des evangelischen Waisenhauses Iserlohn“) auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Einrichtung.

Darüber hinaus sind für das Frühjahr und den Herbst 2026 insgesamt drei Fachtagungen geplant. Eine davon widmet sich im Herbst dem Thema „Sexualität, Schutz und Selbstbestimmung in der Jugendhilfe“. Ergänzt wird das Programm durch die dreiteilige Veranstaltungsreihe „Jugendhilfe im Dialog“, ein eigens entwickeltes Theaterstück zur „Neuen Autorität“, eine Podcast-Serie sowie einen Jubiläumssong.

Auch Mitmachen und Mitgestalten stehen im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres: Unter dem Motto „Erzähl mir (D)eine Geschichte – (M)ein Satz zur EJH“ teilen 250 Menschen ihre persönliche Verbindung zur Evangelischen Jugendhilfe. Zudem setzt die EJH mit der Aktion „250 Gute Taten“ ein Zeichen für soziales Engagement, Nachhaltigkeit und Solidarität – getragen von Mitarbeitenden, Kooperationspartnern, befreundeten Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen.

Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind eigene Formate geplant, darunter Sommerfeste und kreative Freizeitangebote. Mitarbeitende und Ehemalige stehen bei einem Mitarbeitendenfest, einem Fußballturnier, einem Ehemaligentreffen sowie beim zentralen Abschlussgottesdienst Ende November 2026 im Fokus.

Verantwortung übernehmen – Vergangenheit aufarbeiten

Das Jubiläum ist für die Evangelische Jugendhilfe auch Anlass, um mit Demut in die Vergangenheit zu blicken und die eigene Geschichte kritisch zu reflektieren. Die EJH ist sich bewusst, dass es in der langen Geschichte der Einrichtung – wie auch in anderen Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe – zu Leid, Gewalt und Übergriffen an Kindern und Jugendlichen gekommen ist. „Betroffenen Menschen zuzuhören, deren Leid anzuerkennen und Verantwortung zu übernehmen, ist für die EJH ein unverzichtbarer Teil ihrer Haltung“, so Reinhard Meng, Geschäftsführer der Evangelischen Jugendhilfe.

Aufarbeitung versteht die Evangelische Jugendhilfe daher als unabhängigen, professionell begleiteten Prozess mit externer Expertise – in diesem Zusammenhang wird sie sich im Frühjahr mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit wenden.  Transparenz und Sensibilität gegenüber Betroffenen und Prävention sind zentrale Grundlagen ihres heutigen Handelns. „Es ist ein 250-jähriges Lernen und Sich-Weiterentwickeln, manchmal auch ein Lernen aus dem Versagen von Strukturen und von Fehlern, die geschehen sind. Diese 250 Jahre mahnen und erinnern an die hohe Verantwortung, die insbesondere mit dem Schutz und der Fürsorge junger Menschen verbunden ist“, betont Matthias Börner, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr.

Alle Informationen, Termine und Hintergründe zum Jubiläumsjahr werden ab 2026 fortlaufend auf der Landingpage www.250jahre-ejh.de veröffentlicht.


Bildzeile: Die Leitungskräfte der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen mit Geschäftsführer Reinhard Meng (Bildmitte) blicken gemeinsam auf das Jubiläumsjahr 2026 und 250 Jahre Engagement in der Kinder- und Jugendhilfe.

 

Zum Hintergrund:

Über die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen:
Vor fast 250 Jahren, am 12. Juli 1776, wurde die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen gGmbH als Waisenhaus gegründet. Heute ist die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen ein Komplexträger im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und erfolgreiche Tochtergesellschaft der Diakonie Mark-Ruhr. Die Ev. Jugendhilfe ist mit ca. 550 Beschäftigten in den unterschiedlichen Handlungsfeldern Erziehungshilfe, offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe, Schulsozialarbeit und offener Ganztag und Tageseinrichtungen für Kinder tätig.


250 Jahre Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen – gemeinsam. menschlich. engagiert.
Seit einem Vierteljahrtausend steht die Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen für Begleitung, Fürsorge und Hoffnung. Was im Jahr 1776 mit einer kleinen diakonischen Initiative begann, ist heute eine moderne Einrichtung mit einem klaren Ziel: Kinder, Jugendliche und Familien auf ihrem Weg zu stärken, ihnen Chancen zu eröffnen und Perspektiven zu geben.

250 Jahre Engagement – das bedeutet 250 Jahre gelebte Nächstenliebe, Wandel und Weiterentwicklung im Dienst am Menschen. Dieses besondere Jubiläum ist für uns nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch eine Einladung zum Innehalten und Danken: für all die Menschen, die in diesen Jahrhunderten mit Herz, Mut und Verantwortung dazu beigetragen haben, dass Hilfe und Gemeinschaft lebendig bleiben.

Wir blicken zurück auf unsere Geschichte, ehren unsere Wurzeln – und schauen gleichzeitig nach vorn: in eine Zukunft, in der Kinder und Jugendliche weiterhin im Mittelpunkt stehen.