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Pro-Integration: „Wollen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen“


Hagen-Hohenlimburg. „Wir haben den Wunsch zu wachsen, um Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt Christof Neuss, Geschäftsführer der Pro-Integration gGmbH (Pro-I), dem neuen Inklusionsbetrieb der Iserlohner Werkstätten. Martin Ossenberg, Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten und Christophe Hessling (Pro-I Betriebsleiter) haben dabei deutlich gemacht, dass es ganz im Sinne eines Inklusionsbetriebes um Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung geht.

Zum 1. Dezember 2019 haben die Iserlohner Werkstätten Pro-Integration vom Unternehmen C.D. Wälzholz übernommen. „In den Strukturen und Netzwerken der Iserlohner Werkstätten, aber insbesondere auch der Diakonie Mark-Ruhr haben wir sehr gute Voraussetzungen, Pro-I weiterzuentwickeln und zu wachsen. Wir arbeiten hier auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das ist der Unterschied zur Werkstatt“, erläutert Martin Ossenberg. „Zeiten ändern sich. Für einen bestimmten Personenkreis ist ein klassischer Werkstattarbeitsplatz heute nicht mehr das Richtige.“

Aktuell arbeitet Pro-I in Hagen-Hohenlimburg in den Arbeitsfeldern Sonderpaletten-Bau, Schreinerei und Gärtnerei. „Wir möchten neue Aufgabefelder erschließen und Arbeitsplätze für Menschen mit Behindern schaffen. Wir haben uns im ersten halben Jahr gut aufgestellt und entwickelt“, so Christof Neuss. Auch in den Städten Menden und Iserlohn möchte sich der Inklusionsbetrieb fortan entwickeln.

Pro-I zählt aktuell neun Auszubildende und 11 Beschäftigte, in den nächsten Jahren sollen schon 60 Mitarbeiter zum Unternehmen zählen. „Wir sind ein Wirtschaftsbetrieb, aber eine gemeinnützige GmbH.“ Mitarbeiter*innen haben bei Pro-I eine sozialpädagogische Begleitung, die sich allerdings von der im „geschützten Raum Werkstatt“ unterscheidet. Mit Blick auf die Entwicklung im Bereich Ausbildung, strebt Pro-I auch eine Kooperation mit der Arbeit-Leben-Zukunft GmbH an, die ebenfalls zur Diakonie Mark-Ruhr gehört. „Aktuell bilden wir in den Bereichen Zierpflanzenbau, Holz- und Metallbearbeitung aus“, erläutert Christophe Hessling. „Auch hier möchten wir uns weiterentwickeln und bieten heimischen Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten an.“ Pro-I richtet sich nicht nur an Unternehmen, sondern ebenso auch an Privatpersonen.

Für die Diakonie Mark-Ruhr ist insbesondere die gute und enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmen C.D. Wälzholz und besonders mit dem Förderverein Pro-Integration zu erwähnen. „Wir erfahren hier eine tolle Unterstützung und überaus gute Zusammenarbeit“, hebt Christof Neuss hervor. Für das Unternehmen Wälzholz fertigt Pro-I beispielsweise nach wie vor Sonderpaletten.

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Haben die Arbeit der Pro-Integration gGmbH vorgestellt (von links): Christof Neuss, Christophe Hessling, Martin Wolter und Martin Ossenberg.