Diakonie Mark-Ruhr
Diakonie

Musik bestimmt fortan den Alltag im Haus Zoar


Hagen. Den Zauber von Musik hat sich die Kindertagesstätte Haus Zoar der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen jetzt zu Eigen gemacht und mit einem pädagogischen Konzept vereint. Um genau zu sein hat das Team um Einrichtungsleiterin Barbara Willig am „Weimarer Mentoring-Programm“ teilgenommen, dass die Professionalisierung und Weiterqualifizierung der pädagogischen Fachkräfte sowie die ganzheitliche Entwicklungsförderung von Kindern in der Kindertageseinrichtung als Ziel hat.

Von einer „ganzheitlichen Förderung durch Musik“ und der „Ansprache aller Lernebenen“ spricht Mentor Dirk Steinnagel. Das Konzept wurde von Dr. Lorna Heyge entwickelt und wird  von der Heyge-Stiftung getragen. Als erste Kindertageseinrichtung in ganz Nordrhein-Westfalen setzt das Haus Zoar das Programm jetzt in die Tat um. „Wir freuen uns, dass wir als Diakonie Mark-Ruhr damit ein Alleinstellungsmerkmal haben und es gelungen ist, ein strukturiertes, alltagsintegriertes musikpädagogisches Angebot fest im Kita-Alltag zu verankern“, so Barbara Willig. Zehn Monate lang haben die Mitarbeitenden (und Kinder) zweimal wöchentlich den praktischen Teil erlernt. Zusätzlich trafen sich die Mitarbeitenden innerhalb dieser Zeit sechsmal mit dem Mentor zur Reflexion.

Und das mit Erfolg! Denn am Freitag (6. Juli) gab es im Rahmen einer kleinen Feierstunde (mit alkoholfreiem Sekt) gemeinsam mit einigen Kindern und Eltern der Einrichtung für das Team die Abschlusszertifikate.

„Der Vater eines unserer Kinder hatte uns auf das Mentoring-Programm aufmerksam gemacht, gemeinsam haben wir uns im Team dann dazu entschlossen teilzunehmen“, erinnert sich Barbara Willig.

Das Weimarer Mentoring-Programm hat im pädagogischen Kita-Alltag seinen festen Platz gefunden.  Unterschiedlichste Schlüsselsituationen und Rituale wie das Versammeln und Aufstellen der Kinder oder Aufräumen laufen musikalisch begleitet jetzt viel leichter und stressfreier ab. Auch bei Streitigkeiten oder Konfliktsituationen hilft der neue musikpädagogische Ansatz. „Natürlich hat es etwas Zeit gebraucht, bis wir alle das Konzept verinnerlicht haben. Aber wir können schon jetzt von einem echten Erfolg sprechen. Die Kinder sind super auf die Musik eingegangen und wir haben dadurch einen echten Mehrwert in der Einrichtung.“

Ein Mehr an Spaß aber auch an Qualität gehe mit dem Konzept einher, das von den Erzieherinnen ein stückweit auch ein Umdenken und vor allem auch viel Lernbereitschaft erforderte. „Auch die Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Kinder sind überaus positiv“, bestätigt Dirk Steinnagel, der das Team des Haus Zoar auch weiter begleiten und schulen wird. „Das Weimarer Mentoring-Programm fördert Motorik, Körperkontrolle und Sprachkompetenz der Kinder, hat mit Blick auf die Pädagogen Einfluss auf Dynamik, Struktur sowie Stress- und Ruhesituationen der Gruppe und stellt für Kinder und Erwachsene letztlich gleichermaßen Musik als stärkendes, beglückendes, verbindendes Tageselement dar.“

Bildzeile:
Gemeinsam mit den Kita-Kindern Alexander, Philip, Aleyna, Marie und Jan freute sich das Team um Leiterin Barbara Willig über die Verleihung der Zertifikate. Das Foto zeigt: (von links) Mentor Dirk Steinnagel, Natalia Begmenko, Sabrina Krüger, Lilianne Burlekaitis, Katja Busch, Barbara Willig und Lena Höpfner.