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„Gemeinsam durch schwere Zeiten – Unterstützung für die Hagener Krebsberatung“


Hagen. Hier finden Menschen Hilfe und emotionalen Halt: Die Weihnachtsaktion der WESTFALENPOST Hagen unterstützt in diesem Jahr die Krebsberatung.

Bericht der Westfalenpost Hagen:

In diesem Jahr unterstützt die WESTFALENPOST mit ihrer Weihnachtsaktion die Hagener Krebsberatung. Seit dem Jahr 2000 gibt es die Einrichtung der Diakonie, in der pro Jahr etwa 120 an Krebs erkrankte Menschen Hilfe finden. Abseits der medizinischen Versorgung, schnell und unbürokratisch, doch mit viel Menschlichkeit. Grund für die WP, ihre diesjährige Benefizaktion unter das Motto „Gemeinsam durch schwere Zeiten – Unterstützung für die Hagener Krebsberatung“ zu stellen.

Gisela Reinhardt heißt die Mitarbeiterin, die sich seit fast 20 Jahren um die Jugendlichen und Erwachsenen kümmert. Die, wenn sie die Diagnose Krebs erfahren, oftmals komplett aus der Bahn geworfen werden. Es ist beinahe eine „One-Woman-Show“, die die 59-Jährige stemmt. „Den an Krebs erkrankten Menschen zu helfen, ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagt Gisela Reinhardt: „Die Arbeit prägt einen. Man muss schon auch auf sich selbst achten.“ Die Sozialarbeiterin hat eine 25-Stunden-Stelle, schaut jedoch weder abends noch am Wochenende auf die Uhr.

Wir – die WP-Stadtredaktion – sammeln Geld, damit die Krebsberatungsstelle eine dringend benötigte zusätzliche Mitarbeiterin bzw. einen weiteren Mitarbeiter beschäftigen kann. Außerdem möchten wir mit den Spenden den Hilfsfonds der Krebsberatungsstelle aufstocken. „Krebskranke Menschen, die krankheitsbedingt in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, brauchen schnelle Hilfe“, weiß Fabian Tigges, Sprecher der Diakonie.

So werden aus dem Hilfsfonds zum Beispiel Bus- und Bahntickets, mit denen die Erkrankten zu Ärzten oder Kliniken fahren können, bezahlt. Oder es werden Schminkseminare, an denen Betroffene teilnehmen können, organisiert und finanziert. „Diese Seminare sind für viele Erkrankte unheimlich wichtig, um ihr Selbstwertgefühl zu stärken und ihnen Selbstbewusstsein zurück zu geben“, weiß Gisela Reinhardt, die auch ausgebildete Psycho-Onkologin ist.
Pro Jahr erkranken in Hagen 1300 Menschen neu an Krebs. Etwa genau so viele Frauen wie Männer müssen mit der Diagnose Krebs leben und klar kommen. Brustkrebs bei Frauen sowie Prostatakrebs bei Männern sind die Haupterkrankungen. „Wenn man auf die Zahlen der letzten Jahre blickt, fällt auf, dass es pro Jahr mehr Neuerkrankungen, jedoch weniger Krebs-Sterbefälle gibt. Das bedeutet, dass die Heilungschancen gestiegen sind“, sagt Diakonie-Sprecher Fabian Tigges. „Ein Überleben über die Fünf-Jahres-Grenze hinaus wird immer häufiger“, verdeutlicht Gisela Reinhardt. Doch sie weiß nur allzu gut, dass eine Nachsorge seitens der gesetzlichen Hilfen zeitlich sehr begrenzt ist, „aber eine Krebserkrankung ist langwierig und bleibt ein Leben lang im Kopf“.

Die Krebsberaterin unterstützt die Erkrankten wenn nötig auch über eine längere Zeit, vermittelt sie zu anderen Hilfseinrichtungen, versucht zum Beispiel Alleinerziehenden die Selbstvorwürfe, die sie sich häufig wegen ihrer „alleingelassenen Kinder“ machen, zu nehmen. „Und in Selbsthilfegruppen treffen die Erkrankten nicht nur auf Gleichgesinnte, sondern finden häufig ihre innere Ruhe und ihr Gleichgewicht wieder. Und oftmals kehrt auch Lebensfreude zurück.“

In den kommenden Wochen erzählen wir von Menschen, die hoffnungslos und verzweifelt waren, dann aber Halt und Hilfe in der Krebsberatungsstelle gefunden haben, wir berichten über Angehörige, die von der Krebsberaterin „emotional an die Hand genommen werden“, wir besuchen eine Selbsthilfegruppe und wir erzählen von einer Modenschau, die für Krebserkrankte veranstaltet wird und bei der nicht Krankheit, sondern Leben im Vordergrund steht.

Spenden können überwiesen werden auf das Konto DE 71 450 500 010 100 180 000, Empfänger: WP-Weihnachtsaktion, Verwendungszweck: Krebsberatung Hagen. Spender, die eine Quittung erhalten möchten, müssen ihre Adresse auf dem Überweisungsträger angeben.

Zum Hintergrund:

  • Pro Jahr erfahren etwa 120 Menschen aus Hagen Trost und Unterstützung durch die Krebsberatungsstelle. Sozialarbeiterin Gisela Reinhard führt jährlich etwa 600 Gespräche mit Erkrankten oder deren Angehörigen.
  • In der Krebsberatungsstelle in der Körnerstraße 82 werden keine Diagnosen erstellt oder ärztliche Einschätzungen vorgenommen, sondern den Betroffenen wird emotionaler Halt gegeben und es wird ihnen unbürokratisch finanziell geholfen.
     

Foto und Text: Westfalenpost Hagen