Diakonie Mark-Ruhr
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Arbeitsmarktprojekt der QuaBed bietet Bienen Zukunft


Witten. Bereits seit vielen Jahren kooperiert die QuaBeD mit Bethel.regional in Witten. Das neueste Kooperationsprojekt richtet sich an Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und bietet diesen Werkplätze an. Das Besondere hieran: die QuaBeD bietet nicht nur diese Form der Integration in den Arbeitsmarkt, sondern verfolgt auch das ehrenwerte Ziel etwas für die Umwelt zu tun, um dem Insektensterben entgegen zu treten.

Zur Erläuterung: Neben der Produktion von Honig haben Bienen eine unverzichtbare Aufgabe in der Natur und Landwirtschaft: Sie sind Bestäuber von Pflanzen und ohne Bienen gäbe es schon heute manche Obst- und Gemüsesorte nicht mehr und deutlich weniger Blumen.

„Natürlich steht der Förderung menschlicher Ressourcen und die Heranführung an den Arbeitsmarkt im Fokus“, sagt QuaBeD-Geschäftsführer Jan-Dirk Hedt. „Gleichzeitig aber auch ein für die Umwelt dringend benötigtes Produkt zu fertigen, ist eine tolle Kombination. Art und Umfang der Arbeit orientiert sich hierbei jeweils an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Projektteilnehmer. „Das stimmen wir individuell ab, unser Ziel ist eine strukturierte Heranführung an den Arbeitsmarkt, die die jeweiligen Stärken und Schwächen der Menschen berücksichtigt.“

Aktuell sind es vier Teilnehmer, die sich am Projekt von QuaBeD und Bethel beteiligen. „Wir haben uns zuvor mit einem Imker abgestimmt und die baulichen Bedarfe ermittelt.“ Dazu stand Chris Wenke,  1. Vorsitzender des Imkervereins Dortmund West, der zum Kreis-imkerverein Ennepe-Ruhr gehört, mit seiner Fachlichkeit Rede und Antwort. So baut die QuaBeD fortan Bienenkästen aus Strobe-Holz, das als besonders bienen- und imkerfreundlich gilt. „In den Kästen steckt viel Handarbeit“, erläutert Jan-Dirk Hedt. Mittels einer Schablone stehen der Zuschnitt des Holzes, Leimen und Schrauben auf der To-Do-Liste für einen Bienenkasten. Noch wird der Metalldeckel dazu gekauft, soll in Zukunft aber auch vor Ort in der QuaBed bearbeitet werden. Eingesetzt werden sollen die Bienenkästen übrigens unter anderem auf dem Gelände der Kokerei Hansa, wo sich ein so genannter Lehrbienenstand befindet (Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr – November bis März von 10 bis 16 Uhr). In einem zweiten Schritt beabsichtigt die QuaBeD, mit der Projektgruppe auch so genannte Insektenhotels anzufertigen.

Hätten Sie es gewusst? 
Ein Bienenvolk zählt 40.000 bis 50.000 Bienen, deren Königin lebt bis zu vier Jahre. Stirbt die Königin, züchtet sich das Bienenvolk eine neue und verbleibt in der Kiste, die übrigens – mit Honig in den Waben – rund 35 kg wiegen kann.