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Eine filmreife Geschichte?

Mittwoch, 11.08.2010

Im Rahmen eines Workshops „Sprachförderung durch kreatives Schreiben und die filmische Auseinandersetzung mit Integration“ haben die Projektteilnehmenden Gontscha Arschadova (20 Jahre, aus Aserbeidschan) und Mehrat Soleymani (17 Jahre, aus dem Iran) bei dem vom Fernsehsender RTL ausgeschrieben Com.mit Award mitgemacht und ein Drehbuch eingereicht. www.rtcommit.de.

Gontscha Arschadova und Mehrat Soleymani mit ihrem Drehbuch

Die jungen Menschen nehmen am Netzwerk Aufbruch Hagen teil. Im Rahmen des Netzwerkes haben sich die Wohlfahrtsverbände Diakonisches Werk, AWO, Caritas und die Bildungseinrichtung ALZ GmbH zusammengeschlossen, um Bleiberechtigte und Flüchtlinge zu unterstützen, auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dabei ist die AWO Mitarbeiterin Helena Roth für Jugendliche und junge Erwachsene zuständig.Gefördert wird das Projekt durch das „ESF-Bundesprogramm zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds.

Bei diesem Wettbewerb hatten Jugendliche bundesweit die Chance, die im Alltag empfundene Integration aus ihrer Sicht darzustellen. Vier Wochen hat der Filmemacher und freiberufliche Autor Tobias Rauh, alias Tobi Katze mit den zwei Hagenern, die sich für die Filmbranche interessieren, gefördert und in die filmische und szenische Drehbucherstellung eingeführt. So haben Gontscha und Mehrat durch assoziative, gestaltende und überarbeitende Methoden aus ihrer persönlichen Erfahrungen eine Geschichte geschrieben, die sprachliche Barrieren im Fokus hat.

Zwei Wochen nach dem sie das Drehbuch eingereicht haben, bekamen Mehrat und Gontscha ihren Gewinn: eine Einladung vom Sender, für die Teilnahme an einem Medien-Workshop in der RTL Journalistenschule in Köln. „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass meine Geschichte gelesen wird“, sagte Gontscha und Mehrat freute sich darüber, seinen beruflichen Traum als Filmregisseur näher zu kommen. Im Studio der Sendung „Punkt 12“ haben die beiden die Arbeit einer Fernsehredaktion kennen lernen und die Erstellung, Schnitt und Vertonung eines Fernsehbeitrags üben dürfen.

In den darauf folgenden Wochen haben Gontscha und Mehrat mit der Unterstützung eines von RTL zur Seite gestellten Kameramanns ihr Drehbuch mit der schauspielerischen Hilfe von Freunden und Bekannten zum einen Kurzfilm umgesetzt.

Die jungen Hagener haben es mit ihrer Geschichte trotz bundsweiter großer Konkurrenz unter den ersten sieben geschafft. Zum Hauptpreis hat es leider nicht gereicht, aber die Erfahrung ins Fernsehgeschäft reinschnuppern zu dürfen, war es alle mal wert.

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