Diakonie Mark-Ruhr
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DiaTrain hilft bei der Berufsorientierung

Montag, 09.08.2010

Einen Einblick in unbekannte Berufe bekommen, den eigenen Horizont erweitern und so die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern – für neun Schüler der Fritz-Reuter-Schule in Boelerheide brachte das zu Ende gegangene Schuljahr neben Mathematik und Englisch auch neue Erkenntnisse über die Berufswelt. Sie waren im vergangenen Schuljahr Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Kurses, der DiaTrain heißt und von der Vif-Beratungsstelle des Diakonischen Werkes in der Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen angeboten wurde. DiaTrain steht für „Diagnose und Trainingseinheit“ – in insgesamt zehn Einheiten lernten die Teilnehmer eine Menge über sich, ihre Berufswünsche, ihre Stärken und Fähigkeiten.

„Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?“ Fragen, die sich viele Jugendliche mit Blick auf ihre berufliche Zukunft stellen – doch benachteiligten Jugendlichen fällt die Antwort mangels Perspektiven oft noch schwerer. „Hinzu kommt, dass gerade den jungen Frauen oft das Selbstbewusstsein fehlt, neue Wege zu beschreiten“, weiß Anne Leschinsky, Mitarbeiterin der Vif-Beratungsstelle, aus zahlreichen Beratungsgesprächen in verschiedenen Hagener Haupt- und Sonderschulen.

Da ist es verführerisch, einen vermeintlich einfachen Weg zu wählen. DiaTrain, so erläutert Anne Leschinsky, sei kein Nachhilfekurs, und er ersetze auch nicht die professionelle Berufsberatung. Aber er eröffne neue Perspektiven. „Wir wollen den Schülern Mut machen, den eigenen Weg zu beschreiten und eigene Ziele zu formulieren.“

Zukunftspläne schmieden, Wünsche äußern, aber die Realität der eigenen Fähigkeiten und des Arbeitsmarktes dabei nicht aus den Augen lassen – diese Gratwanderung sollte jeder einzelne Jugendliche dabei gehen lernen. Dass die Anregungen nicht abstrakt bleiben, ist der große Vorteil des Kurses. Diakonie-Mitarbeiterin Anne Leschinsky (2.v.l.) und ihre Kollegen Bettina Kolwe und Uwe Becker können bei der Realisierung jedes Vorschlages helfen, knüpfen Kontakte zu Kirchengemeinden oder Pfadfindern, helfen bei der Recherche im VHS-Programm oder sind bei der Suche nach einem Praktikumsplatz behilflich. So endet die Zusammenarbeit für die meisten Jugendlichen auch nicht nach der Abschlussfeier (Foto). Im Gegenteil: Für viele beginnt damit die Zukunft.
 

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