Diakonie Mark-Ruhr
gemeinnützige GmbH


Geschäftsstelle Hagen:
Martin-Luther-Straße 9-11
58095 Hagen

Telefon: 02331/3809-00
Telefax: 02331/3809-09

Geschäftsstelle Iserlohn:
Bodelschwinghstraße 1
58638 Iserlohn

Telefon: 02371/772-0
Telefax: 02371/772-220

Stiftung Grenzenlos Loxbaum rettet Mädchen-Tanzgruppe

Montag, 02.05.2011

Dass Tanzstile wie Hiphop, Salsa und Jazztanz Mädchen nicht nur ins Schwitzen bringen, sondern auch Teamfähigkeit und Disziplin fördern, ist kein Novum. Lange Zeit stand der Fortbestand der Tanzgruppe in den Räumen des Jugendzentrums Loxbaum in Hagen-Boele auf der Kippe. Durch die herzliche Hilfe der Stiftung Grenzenlos Loxbaum können die Mädchen endlich aufatmen.

Yasemin Kirkgöz (u. rechts) leitet die Tanzgruppe

"Mädchen mit Migrationshintergrund haben es schwerer als Jungen. Sie sind darauf angewiesen, auch mal unter sich zu bleiben." Bastian Schuldt, Leiter des Jugendzentrums Loxbaum in Hagen-Boele/Altenhagen, wollte mit der Eröffnung einer Tanzgruppe im November 2009 den Mädchen aus den verschiedensten Kulturkreisen diesen Freiraum anbieten. Sie kommen beispielsweise aus der Türkei, dem Iran, Albanien, dem Kosovo und Russland. Da bleiben Konflikte nicht immer aus. Wann ein Mädchen zu Hause sein muss und wann es sich in seiner Ehre verletzt fühlt, ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Doch gerade um die Akzeptanz von diesen unterschiedlichen kulturellen Werten geht es dem Team des Jugendzentrums. Deshalb war es Herrn Schuldt auch wichtig, mit Frau Yasemin Kirkgöz als Tanzkursleiterin eine türkisch-kurdische Honorarkraft einzustellen, die den Mädchen, die zwischen 10 und 21 Jahren alt sind und in zwei Gruppen montags und donnerstags trainieren, sowohl den klassischen, als auch orientalische Tanzstile und andere Trendtänze beibringen kann. Regelmäßige Auftritte inner- und außerhalb von Hagen spornen die Mädchen zusätzlich an und schweißen die Gruppe zusammen, sie lernen mit Gefühlen wie Stolz und Enttäuschung umzugehen. Natürlich werden auch gesundheitliche Ziele erfüllt: Tanzen ist Bewegung und steht im Kontrast zu gängigen Freizeitbeschäftigungen wie Fernsehen oder Computerspielen.

"Verschiedene Tanzstile erfordern verschiedene Kostüme. Zum indischen Tanz passt kein Hiphop-Outfit.", erklärt Yasemin Kirkgöz, die gelernte Tanzlehrerin ist. Die Mädchen aus meist einkommensschwachen Familien bezahlen einen Monatsbeitrag, der aber nicht alle Kosten abdecken kann. Schließlich müssen nicht nur - die meist selbst genähten - Kostüme bezahlt werden, sondern auch Fahrkarten, Anmeldegebühren - und natürlich die Tanzlehrerin selbst. "Wir wussten nicht mehr weiter, da kamen wir auf die Stiftung Grenzenlos Loxbaum."

 

 

 

 

Im Hagener Kultopia gab es den 3. Platz

 

Ein Antrag wurde gestellt, der sich auf 1750€ belief und glücklicherweise bewilligt wurde. Bastian Schuldt ist allen mehr als dankbar: Pfarrerin Kress, Herrn Steuber, Pfarrer Grothe und Herrn Dr. Friedrich, den Vorsitzenden von Grenzenlos Loxbaum. "Dank dieser Unterstützung können wir die Teilnehmerzahl im Kurs erhöhen und mehr Mädchen zu Wettbewerben mitnehmen."
Rhythmusgefühl, Motorik, Timing und Koordination - dies alles und natürlich soziales Miteinander werden den Mädchen vermittelt. Darüber hinaus: ganz viel Selbstbewusstsein.
Songül, 16 Jahre alt, ist seit einem Jahr dabei. "Im August 2010 waren wir beim Hiphop-Contest im Kultopia hier in Hagen, wo wir den dritten Platz erreichten und einen Pokal bekamen. Alle bekamen eine Medaille... den Pokal stellten wir natürlich im Jugendzentrum auf - total cool!"
 

zurück zur Übersicht