Diakonie Mark-Ruhr
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Haargenaue Hilfe für Kinder in Not

Freitag, 08.01.2010

Friseursalon Catwalk spendet 1500 Euro für Kinderschutzambulanz

Monika Fischer und Diakonie-Geschäftsführer Thomas Haensel bedanken sich bei Carsten Groll (li.), Inhaber des Innenstadt-Salons Haargenau Catwalk

Hagen. Sein Herz für Kinder und Jugendliche beweißt Carsten Groll (li.), Inhaber des Innenstadt-Salons Haargenau Catwalk an der Springe, auf viele Arten. Elf jungen Menschen bietet er allein in seinem Hagener Friseursalon einen Ausbildungsplatz; im Jugendsalon "Fluid" sind junge Kunden auch mit schmalem Taschengeld gern gesehen, und er unterstützt soziale Arbeit für Kinder und Jugendliche, wo es geht. Als die alljährliche Frisuren-Schau anstand, musste der engagierte Geschäftsmann nicht lange überlegen: "Der Erlös soll an die Diakonie gehen, die derzeit eine Kinderschutzambulanz für Hagen aufbaut." In dieser Woche konnten Traumatherapeutin Monika Fischer und Diakonie-Geschäftsführer Thomas Haensel einen riesigen Scheck über 1500 Euro entgegen nehmen.

"Wir haben die Arbeit aufgenommen, die provisorischen Räume in der Bergstraße 121 renoviert und therapeutische Materialien angeschafft", berichtete Monika Fischer dem interessierten Spender. Bis die endgültigen Räume gefunden sind, soll das ehemalige Verwaltungsgebäude des Diakonischen Werkes Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Not sein. Eine erfahrene Psychologin ergänzt seit Jahresbeginn das Team; sobald die Verwaltungskraft am Ende des Monats ihren Dienst angetreten hat (und wenn das Telefon funktioniert), wird es auch "regelmäßige" Öffnungszeiten geben.

"Auch in Hagen sind viele Kinder anhaltend körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt innerhalb und außerhalb ihrer Familie ausgesetzt - schon jetzt sind uns 200 bis 300 Fälle bekannt", betont Monika Fischer. Die Dunkelziffer kann man nur schätzen. In der Kinderschutzambulanz werden verborgene Ängste und Nöte aufgespürt und geeignete Therapieformen gefunden, um den Kindern zu helfen. Die großzügige Spende kommt gerade recht: "Wir benötigen noch gute Kinderbücher und Spiele für den Warteraum, da kommt jeder Euro gelegen", bedankt sich auch Pfarrer Thomas Haensel.
 

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