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Oberloßrockpaar möchte Karnevalisten zu einer Spende für das Arztmobil der Diakonie Mark-Ruhr in der diesjährigen Session motivieren
Freitag, 20.01.2012
Hagener Ärzte, die sich ehrenamtlich für hilfsbedürftige Volmestädter engagieren, DMR-Mitarbeiter und das Oberloßrockpaar am DMR-Arztmobil - Untere Reihe (von links nach rechts): Dr. Peter Gierlich, Einrichtungsleiterin Heike Spielmann, Wolfgang Hellmich (Arztmobilfahrer), Maria Thoma, Oberloßrockpaar Friederike I. und Frank I. (Knoblauch) und Dr. Friedrich Killing obere Reihe (von links nach rechts) Dr. Hartmut Thoma und Prof. Theo Scholten
Das Oberloßrockpaar der Session 2011/2012 hat sich fest vorgenommen, eine neue und mithin auch besondere Tradition einzuführen. Die Tollitäten möchten nämlich in der Karnevalszeit nicht nur auf bekannte Weise Frohsinn verbreiten, sondern zu einer Spende für das Arztmobil der Diakonie Mark-Ruhr motivieren. Damit möchte sie auch jenen ein Lächeln auf die Lippen zaubern, die im Leben seltener lachen können. Durch den Verkauf von Pins zum Loßrock-Orden möchten sie einen diakonischen Beitrag leisten und rufen deshalb die Hagener Jecken dazu auf, sich lebhaft an der Aktion der Loßröcke zu beteiligen.
Heike Spielmann vom Diakonischen Werk freute sich über den Besuch von Frank I. (Knoblauch) und seiner Herzdame Friederike I. (Knoblauch). Dem Oberloßrockpaar war es ein Anliegen, sich intensiv besonders über das Arztmobil der Diakonie Mark-Ruhr zu informieren, um die Hagener Jecken von der Notwendigkeit dieser Spendenaktion nachhaltig überzeugen zu können. Das DMR-Arztmobil, so erläuterte die Einrichtungsleiterin dem Oberloßrockpaar, ist ein wichtiger Baustein der medizinischen Versorgung Wohnungsloser in der Region Hagen, der die beiden Projektstandorte „Luthers Waschsalon“ an der Körnerstraße und die medizinische Ambulanz im Männerasyl sinnvoll ergänzt.
Unter anderem finden auch im Arztmobil regelmäßig Sprechstunden für Wohnungslose statt, die von ehrenamtlich tätigen Ärzten durchgeführt werden. Mit dem Arztmobil werden Treffpunkte des bedürftigen Personenkreises angefahren. Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sind aufgrund ihrer Lebensumstände in besonderer Weise gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Ihre persönliche Situation, ein oftmals fehlendes Krankheitsbewusstsein sowie individuelle Zugangsbarrieren verhindern häufig die medizinische Versorgung im Regelsystem, weiß Heike Spielmann zu berichten.
Beeindruckt von der Arbeit der DMR gaben das Oberloßrockpaar das Versprechen, zum Abschluss der diesjährigen Karnevalssession mit einer runden Summe die wertvolle Arbeit, die mit dem Arztmobil geleistet werden kann, zu unterstützen. Deshalb freut sich Heike Spielmann in besonderer Weise auf den nächsten Besuch des Oberloßrockpaares bei der DMR!
Hintergrundinformation
Seit einigen Jahren bieten das Gesundheitsamt im Hagener Männerasyl in der Tuchmacherstraße und die Diakonie in Luthers Waschsalon medizinische Hilfe für diesen Personenkreis an.
Seit dem 1. Juli 2009 basiert ein großer Teil der Finanzierung dieses Angebotes auf dem Konzept zur medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen in NRW, das die Möglichkeit bietet, diesen Personenkreis durch mobile Dienste medizinisch zu betreuen. Die für dieses Konzept entstehenden Kosten werden gemeinsam von den Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und den teilnehmenden Städten finanziert. Für versicherte Patienten entfällt die Praxisgebühr und die Ärzte können verschreiben und überweisen.
Das Fachpersonal in der Tuchmacherstrasse wird durch das Gesundheitsamt der Stadt Hagen eingesetzt. In der Ambulanz in Luthers Waschsalon sind in der medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen ehrenamtlich tätige Ärzte und sowie Krankenpfleger und Arzthelferinnen tätig.
